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Spirituosenmarkt im Sinkflug

07.09.2006

Vor allem bei Mixgetränken (Alcopops) ist ein starker Rückgang zu verzeichnen

Der heimische Spirituosenmarkt knabbert nach wie vor an der gesunkenen Nachfrage nach Mixgetränken und verbuchte 2005 einen Rückgang auf 30,8 Millionen Liter. Im Jahr davor waren es noch 33,5 Mio., am Höhepunkt der Alcopop-Welle sogar 37,8 Mio. Liter. Während hochprozentige Spirituosen kontinuierlich von 25 Mio. (2003) über 25,5 Mio. (2004) auf 25,8 Mio. Liter im Vorjahr zulegen konnten, brach der Mixgetränke-Markt von 12,8 Mio. (2003) auf fünf Mio. Liter ein. Im Jahr 2003 erreichte der Hype bei Mixgetränken seinen Höhepunkt, seit 2004 ist dieser Markt in den Sinkflug übergegangen. Für heuer wird ein weiterer – wenngleich abgeschwächter – Rückgang erwartet.
Die Liebhaber der „klassischen Hochprozentigen“ in Europa seien die unter 30-Jährigen, wobei die Frauen als Konsumentinnen vor allem bei Tequila und Wodka zulegen würden, so Gerhard Manner, Marketingdirektor von Branchenprimus Bacardi-Martini. Die Emanzipation schlage sich auch in den Konsumgewohnheiten nieder.
Die Spitzenmarken bei den Spirituosen in der Gastronomie sind Bacardi Rum mit umgerechnet 975.000 Liter Absatzvolumen und einem 12,2 Prozent-Anteil, gefolgt von Eristoff Flavoured mit 470.000 Litern (5,9 Prozent). An der dritten Stelle liegt Eristoff Vodka mit 460.000 Litern (5,8 Prozent). Alle drei Marken werden von Bacardi-Martini Österreich vertrieben.
Der Anteil der Spirituosen am Gesamtmarkt betrug 79 Prozent, Mixgetränke (16 Prozent) und Aperitife (Vermouth/Port/Sherry) mit fünf Prozent folgen dahinter. Die hochprozentigen Spirituosen haben sich mit einem Prozent plus leicht positiv entwickelt. Importierter Rum (plus neun Prozent) und Vodka (plus sechs Prozent) legten deutlich zu, bei Gin und Tequila (minus sechs Prozent) sowie Bränden und Schnäpsen (minus drei Prozent) gab es hingegen Rückgänge. Fruchtvodka wächst zwar nach einigen schwierigen Jahren wieder leicht, mit plus acht Prozent hat aber klassischer Vodka die Nase eindeutig vorne. Der Whisky-Markt zeigt nach längerer Zeit wieder nach unten. Bei Spirituosen und Aperitifen hat Vodka/Fruchtvodka einen mengenmäßigen Marktanteil von 18 Prozent, dahinter liegen Weinbrand/Cognac sowie Kräuterbitter mit jeweils 13 Prozent. Die weiteren Schwergewichte sind Liköre (12 Prozent) und Inländischer Rum (11 Prozent). Im langfristigen Vergleich zu 1988 haben Weinbrand (von 21 auf 13 Prozent), Inländerrum (von 18 auf 11 Prozent) und Liköre (von 17 auf 12 Prozent) am deutlichsten verloren. Stark zugelegt haben Vodka (von 3 auf 12 Prozent), Kräuterbitter (von 7 auf 13 Prozent) und Whisky (von 2 auf 7 Prozent). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen ist von 4,6 Litern im Jahr 1990 auf 3,1 Liter im Vorjahr gesunken. Bei Mixgetränken stieg der Konsum im selben Zeitraum von 0,1 auf 0,6 Liter, im Jahr 2002 waren es allerdings bereits 1,2 Liter.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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