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Andreas Urban.

Spitzengastronomie: Wo bleibt die Biervielfalt?

10.03.2016

Gastkommentar von Andreas Urban, Braumeister zu Schwechat.

In den letzten Jahren hat sich die österreichische Brauwirtschaft enorm verändert. Innovationen und neue Bierstile erfassten die Bierszene. Die Gefahr, dass Bierliebhaber nur zwischen Märzen, Lagerbier, Premium und Pils wählen konnten, wurde von einer breiten Palette an Biervielfalt gebannt. Durch Verwendung von Spezialmalzen, diversen Hopfensorten und Hefestämmen wurden Bierspezialitäten gebraut, die in Geruch, Geschmack, Farbe, Alkohol und Bittere variierten. Neben ausländischen Stilrichtungen hielten in der heimischen Bierszene auch verloren geglaubte Bierstile Einzug. Das vor 175 Jahren von Anton Dreher in der Brauerei Schwechat erfundene Wiener Lager erlebte eine Wiedergeburt. Von Mikro- bis Großbrauereien, alle wurden von der Aufbruchstimmung erfasst und tragen zur Stärkung des Images von Bier und der österreichischen Bierkultur bei. Bierlokale mit großer Bierauswahl werden von einer wachsenden Zahl von Bierliebhabern aufgesucht. Bierspezialitäten werden zu Speisen angeboten, Biere dem Gast von Biersommeliers nähergebracht. 

Doch was tut sich in der Spitzengastronomie? Wo bleibt die Biervielfalt? Das Höchste der Gefühle ist doch, wenn ein Pfiff Pils als Aperitif gereicht wird. Von der festlichen Tafel bleibt Bier vielfach ausgeschlossen. Hat sich bei den Verantwortlichen der Top-Gastronomie noch nicht herumgesprochen, dass dank der Vielfalt sämtliche Menüfolgen mit Bier begleitet werden können? Die Spitzengastronomie muss erkennen, dass Bierspezialitäten ein Umsatzbringer sind und man den Gast mit Bierkompetenz langfristig an das Lokal binden kann.

 

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