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Was Gäste wollen, interessiert die SPÖ-Gewerkschaft nicht.

SPÖ-Gewerkschaft blockiert Sonntagsöffnung

18.04.2016

Tourismuszonen gibt es in allen Bundesländern, nur in Wien nicht. Wie es aussieht, wird sich daran so bald auch nichts ändern. 

Es geht um den Antrag 1.03 beim Landesparteitag der Wiener SPÖ vom letzten Wochenende. Darin heißt es sinngemäß, dass es zwar erfreulich sei, dass die Zahl der Touristen gestiegen sei. Trotzdem könne es nicht sein, "dass die Wünsche mancher Touristen gegenüber den Wünschen der Beschäftigten Priorität erlangen." Daher hat die Gewerkschaft auf dem Landesparteitag beantragt, dass es in Wien keine Sonntagsöffnung geben dürfe, auch nicht in Tourismuszonen. 

Die Empfehlung der Landesparteispitze bedeutet die Annahme des Antrags, wie der Kurier berichtet überrascht dies insofern, da Bürgermeister Michael Häupl zuletzt immer betonte, dass er nichts gegen eine Sonntagsöffnung habe, so lange sich die Sozialpartner einigen."Wir haben mehrfach die Meinung der Beschäftigten zur Sonntagsöffnung abgefragt, immer waren 90 Prozent der Befragten dagegen", erklärt Martin Panholzer, Sprecher der Gewerkschaft der Privatangestellten den Antrag gegenüber dem Kurier. Umfragen der Wirtschaftskammer haben allerdings ein völlig konträres Bild geliefert ...

Nur in Wien ein Problem

Tourismuszonen gibt es in allen anderen Bundesländern, nur in Wien nicht. Sauer stößt das klarerweise auch der ÖHV auf: „Warum Tourismuszonen in ganz Österreich kein Problem sind, sondern nur in Wien, ist mir schlichtweg ein Rätsel“, kritisiert ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer die Blockadehaltung der Gewerkschaft und deren Antrag am SPÖ-Landesparteitag. „Die Denke ‚Unternehmer gegen Mitarbeiter‘ war gestern, auch wenn das einige noch nicht wahrhaben wollen. Wir sitzen alle in einem Boot. Darum wär es gut, wenn wir auch gemeinsam in die gleiche Richtung rudern würden“, fordert Gratzer Einigkeit im Sinne des Tourismus- und Wirtschaftsstandortes Wien. Davon profitiert im Endeffekt jeder – Mitarbeiter wie auch Unternehmer. „Überregulierung, erhöhte Steuern und Abgaben schaffen keine Arbeitsplätze, wirtschaftlich lebendige Unternehmen schon“.

Gratzer: „Wien ist eine Welt-Metropole, Tourismus tief in der DNA der Stadt verwoben. Jahr um Jahr arbeiten tausende Leute mit Hochdruck daran, die Erfolgs-Story der Bundeshauptstadt weiterzuschreiben“. Anstelle auf diese Stärken aufzubauen, werden aber immer mehr Steine in den Weg gelegt. Wie beispielsweise ein weiterer Antrag, der die Beheizung von Schanigärten verbieten soll. „Wien ist eine wunderschöne Stadt. Die Leute sitzen gerne draußen und genießen das Leben auf der Straße. Kundenorientierung gesetzlich komplett zu verbieten bringt niemandem was. 

Autor/in:
Alexander Grübling
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