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St. Moritz Tourismus: Erfolg durch öffentliche Verkehrsmittel

13.01.2006

Mit einem spektakulärem Tourismus-Konzept hat der Skiort St. Moritz vor knapp 25 Jahren den Sommertourismus angekurbelt: Die Wiederbelebung des Glacier-Express hat dem Nobel-Ferienort auch den erwünschten Erfolg im Sommer gebracht.

"Der Ferienort St. Moritz liegt etwa eine Stunde von der nächsten
Autobahn entfernt", skizziert Danuser die Ausgangsposition. Im Winter
konnte der Tourismusverband nicht über mangelnde Auslastung klagen.
Im Sommer hingegen waren die Nächtigungszahlen unbefriedigend.

Vor 25 Jahren initiierte St. Moritz http://www.stmoritz.ch dann den Relaunch des legendären Glacier-Express http://www.glacierexpress.ch von St. Moritz nach Zermatt/Matterhorn und des Bernina-Express von St. Moritz nach Tirano und lancierte mit der Schweizer Reisepost den Palm Express von St. Moritz nach Lugano. "Zusammen verzeichnen diese drei Erlebnisangebote heute rund eine halbe Mio. Passagiere pro Jahr", so Danuser. Die Bahnen erfreuen sich weltweit steigender Beliebtheit.

"Auch die Medien springen auf das Erlebnis Eisenbahn mit auf", meint
Danuser stolz. Die TV-Sendung "Eisenbahnromantik" im SWR hat dem
Glacier-Express die 600. Sendung gewidmet. Die Einschaltquoten waren
rekordverdächtig.

"Mit der Eröffnung des neuen Parkhauses Serletta zwischen dem
Bahnhof St. Moritzersee und St. Moritz-Dorf hat St. Moritz das Clean
Mobility Konzept , das neben dem öffentlichen Verkehr auch die
Organisation Mobility Car Sharing umfasst, gestartet", so Danuser.
Darüber hinaus werden an Bahnhöfen und privaten Stellen Elektrobikes,
Mieträder und andere "Human Powered Vehicles" vermietet.
Nachhaltigkeit beweist der Skiort aber auch bei der Stromerzeugung:
Jede sechste Fahrt der Corvigliabahn und jede 16. Gondel der Piz Nair
Bahn fährt heute mit Solarstrom.

"Dank dieser erfolgreichen Konzepte und der globalen Publizität,
die via CNN und BBC in die Welt getragen wurde, werden sowohl die
Öffentlichkeit als auch Einheimische und Gäste für die Notwendigkeit
und Aktualität sauberer Energie und umweltfreundlichen Verkehr
sensibilisiert", zeigt sich Danuser überzeugt. St. Moritz habe als
weltbekannter Ferienort eine glaubwürdige Plattform für
umweltfreundliche Mobilität geschaffen und sich auch bewährt. Der Ort
setzt sich nun dafür ein, dass die Albula- und Bernina-Bahnstrecken
zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben werden. In den kommenden Jahren
werden die Bahnen weitere Mio. Euro für neue Waggons ausgeben. "Man
kann getrost sagen, dass bei St. Moritz der Weg das Ziel ist", so
Danuser. Und dieser Weg ist eine der spektakulärsten Bahnstrecken der
Welt.

Im Rahmen der Österreichischen Präsidentschaft der EU und der
Österreichischen Präsidentschaft der Alpenkonvention findet am 30.
und 31. Januar in der Wiener Hofburg die europäische Fachkonferenz
"Umweltfreundlich Reisen in Europa - Herausforderungen und
Innovationen für Umwelt, Verkehr und Tourismus" statt. Veranstalter
sind das Lebensministerium http://www.lebensministerium.at und die
Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
sowie für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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