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Wien und die Landeshauptstädte konnten 2013 gemeinsam 19,4 Millionen Nächtigungen verzeichnen, was 14,6 Prozent des landesweiten Gesamtnächtigungsvolumens entspricht.

Städte kurbeln das touristische Wachstum an

26.02.2014

Wien. In den vergangenen Jahren haben die heimischen Städte das österreichische Nächtigungsergebnis kräftig angekurbelt. Nichts Außergewöhnliches, sondern ganz normal, denn in ganz Europa hat der Städtetourismus neuerliche Rekordwerte erzielt. Und das wird sich laut Prof. Dr. Egon Smeral noch verstärken.

Die touristische Bilanz der österreichischen Städte im vergangenen Jahr ist mehr als gut. Mit 19,4 Millionen Nächtigungen gab es laut Norbert Kettner, Wiens Tourismusdirektor und Vorsitzender der ArGe Städte, gegenüber 2012 ein Plus von 2,9 Prozent und damit ein Rekordergebnis. Dadurch haben die Landeshauptstädte und Wien 14,6 Prozent des Gesamtnächtigungsvolumens generiert. Der größte Anteil der Gäste kam aus dem Ausland.

Neue Studie dank umfangreicher Datensammlung
Prof. Dr. Egon Smeral vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hat daher in der Studie "Österreich Tourismus 2025: Wachstumsmotor Städtetourismus" die Ursachen des Booms analysiert, sowohl generell als auch speziell für Österreich. "In Kontinental­europa sind im Zeitraum 2000 bis 2012 die Gesamtnächtigungen jährlich um durchschnittlich 1,3 Prozent ge­stiegen, die Städtenächtigungen hingegen um 3,7 Prozent. Die österreichischen Bundesländerhauptstädte und Wien haben 2012 zusammen 18,8 Millionen Nächtigungen verzeichnet und damit 14,4 Prozent der landesweiten Nächtigungen. Dieser Anteil hat sich seit 1975 fast verdoppelt, wobei er 2000 noch bei 11 Prozent gelegen ist. Be­rücksichtigt man nun zusätzlich, dass die durchschnittlichen monetären Aufwendungen pro Person und Nacht im Städtetourismus um zumindest 50 Prozent höher liegen als jene im Gesamttourismus, lässt sich die ökonomische Dimension erst in vollem Umfang ermessen.“, zeigt Smeral auf.

Individuelles Programm mit hohem Erinnerungswert
Den Grund dafür sieht Smeral im ausgeprägten Trend zu individuellen, erlebnisorientierten Kurztrips mit Kulturthemen oder Sportinhalten. Dafür sind vor allem Städtereisen bestens geeignet, denn Städte bieten die höchstmögliche Auswahl an differenzeirten und zudem in kurzer Zeit kombinierbaren Erlebnisse. Dazu kommt noch ein hoher Erinnerungswert und emotionaler Aspekt, da sich die Gäste nicht als "Touristen" fühlen, sondern ihre Erlebnisse gemeinsam mit den Einwohnern konsumieren. Und der letzte Baustein des Erfolges liegt in der Erreichbarkeit, denn die Städte werden regelmäßig von Fluggesellschaften angeflogen. Das macht die Städte zu den Hauptgewinnern der Globalisierung, mit einer wachsenden Anzahl von Gästen aus den Fernmärkten. Denn gerade die Fernreisenden zieht vor allem in den ersten Phasen ihres "Reiselebens" eher in städtische Regionen. Dazu kommt dem Städtetourismus zugute, so Smeral, dass seine wichtigste Zielgruppe (Städter) rapide wächst.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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