Direkt zum Inhalt

Städtetourismus im Aufwind - aber Aufschwung in der Hotellerie langsamer als erwartet

11.10.2005

Der Städtetourismus in Deutschland entwickelt sich als Zugpferd der Gastgewerbe-Branche und hat sowohl 2004 als auch im ersten Halbjahr 2005 Zuwächse verbucht.

Dennoch herrscht Katerstimmung in der Beherbergungsbranche: Der Aufschwung kommt zaghafter als erwartet. Im "Trendgutachten Hospitality 2005/2006" zeigt die Unternehmensberatung TREUGAST die aktuellen Trends und Entwicklungen in der Hotellerie auf und gibt Handlungsempfehlungen für Investitionen in Hotelimmobilien.

Die Zahl der Übernachtungen in deutschen Hotels stieg 2004 um mehr
als fünf Prozent. Doch nach einem guten Start in 2005 hat die Branche
wieder Umsatzverluste hinnehmen müssen. Der Preisdruck bleibt enorm.
Der Zuwachs ist ausschließlich dem gestiegenen Incoming geschuldet.
Einige Segmente konnten sich jedoch profilieren: Stadthotels bieten
große Entwicklungschancen.

Vor allem bei ausländischen Touristen gewinnt der Städtetourismus.
Berlin, Dresden, und Köln erzielten die höchsten Zuwachsraten. Die
Metropolen Berlin, München, Hamburg und Frankfurt erreichen mit 31
Millionen Übernachtungen 40 Prozent des Gesamtaufkommens im
deutschen Städtetourismus. "In den Stadthotels ist auch im kommenden
Jahr mit einem Umsatzanstieg von Minimum zwei bis drei Prozent zu
rechnen", prognostiziert TREUGAST-Geschäftsführer Stephan Gerhard.
Die Nettozimmerraten lassen hingegen weiter zu wünschen übrig.
Gerhards Fazit: "Die Hoteliers brauchen mehr Mut bei der
Preisgestaltung - einen Euro mehr je Zimmer und Tag würde schon mehr
bewirken!"

Auch die Tagungshotellerie in Deutschland wird zukünftig
Umsatzzuwächse verzeichnen. Vorangegangene TREUGAST-Trendgutachten
hatten diese Entwicklung bereits prognostiziert. Bei den notwendigen
Investitionen im Gastgewerbe steht der klassische Finanzierungsweg
vor einem Wandel. Immer attraktiver werden alternative
Finanzierungsformen, über die TREUGAST im 11. Trendgutachten erstmals
einen Überblick gibt.

Die Nachfrage nach renditestarken Hotelimmobilien steigt in
Deutschland weiter an. Gute Investmentchancen bestehen laut TREUGAST
bei Mixed-Use-Immobilen, 2-3-Sterne Tagungshotellerie, 2-Sterne
Budgethotellerie und teils 3-4-Sterne Businesshotellerie.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Wein
18.11.2020

Sogar der Gesetzgeber verleiht einer heimischen Paradedisziplin Auftrieb: Es „muss“ längst nicht mehr Süßes sein, zu dem man Auslesen, Trockenbeerenauslesen oder Eiswein reicht.

Wein
18.11.2020

Kalk oder Schiefer? Die beiden Gesteine prägen die Weingärten rund um den Leithaberg. Doch man muss kein Geologe sein, um die Mineralität der Weißweine von hier zu schätzen.

Wein
18.11.2020

94 Prozent aller Blaufränkisch-Reben stehen im Burgenland. Vom „Einheitsstil“ ist man aber weit entfernt. Im Gegenteil: Für Sommeliers sind die herausgekitzelten Nuancen der unterschiedlichen ...

Gastronomie
18.11.2020

Das Portal restaurant.info hat es sich zum Ziel gesetzt, ein möglichst umfangreiches Verzeichnis von Gastronomiebetrieben aus ganz Österreich anzubieten, die ihre Speisen auch zum Abholen oder ...

Wein
18.11.2020

Lasst die Korken knallen: Im letzten Quartal wird mehr Schaumwein getrunken als in den neun Monaten davor. Es liegt an der Gastronomie, dem Gast das Beste anzubieten – Durst auf Prickelndes hat er ...

Werbung