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Start frei für Most- und Saftwochen

20.06.2007

Mit 1. Juli starten die „Most&Saft-Wochen“ in 200 Gastronomiebetrieben in fünf Bundesländern (Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg). Bis zum 29. Juli 2007 bieten die Wirte ihren Gästen eine breite Vielfalt und Qualität an regionalen Säften und Mosten aus traditioneller Herstellung und führen zudem mindestens ein Mostschmankerl auf der Speisekarte.

Derzeit wird nur rund ein Drittel aller Streuobst-Bestände in Österreich tatsächlich genutzt. Dabei werden ca.150.000 Tonnen Äpfel und Birnen geerntet. 100.000 Tonnen davon werden industriell verarbeitet, aus 50.000 Tonnen erzeugen die Bauern selbst Saft, Nektar und Most. Etwa 300.000 heimische Haushalte kaufen direkt beim Bauern Most und Saft ein (16 % wöchentlich, 32 % ein- bis zweimal pro Monat, 26 % alle zwei bis drei Monate und der Rest nur gelegentlich).

„Die bäuerliche Most- und Saft-Produktion stellt eine qualitativ hochwertige Obstverarbeitung dar, welche „Know-how“ und Unternehmergeist verlangt. Die Konsumenten schätzen Produktvielfalt und Regionalität. Die unterschiedlichsten Formen der Veredelung von Obst sichern nicht nur die heimische Kulturlandschaft, weil dadurch die Streuobstbaum-Bestände erhalten werden, sie können für die Bauern auch wirtschaftlich interessant sein“ erklärte zum Auftakt der Most&Saft-Wochen der Generalsekretär der LK Österreich, August Astl.

„Most wird in der Gastronomie immer beliebter. Es ist ein Getränk, das im Trend liegt und damit auch Potenzial hat, über die regionale Verbreitung hinaus zum fixen Bestandteil in österreichischen Gastronomiebetrieben zu werden. Gesteigertes Qualitätsbewusstsein und Bekenntnis zu Sortenvielfalt bei den Produzenten ist dafür eine gute Basis. Außerdem passt Most hervorragend zu vielen Gerichten der regionalen Küchen und ist daher in der Gastronomie in den ländlichen Regionen seit jeher fest verankert und nicht wegzudenken“, erklärte der Gremialvorsteher-Stv. Gastronomie der WKÖ, Rudolf Rumpler.

„Fruchtsäfte und Obstwein, erzeugt aus Bauernhand, haben in den letzten Jahren sowohl in Bezug auf die Qualität als auch auf die Menge der erzeugten Produkte einen rasanten Aufstieg zu verzeichnen“, ergänzte der Obstbauexperte der LK Niederösterreich Wolfgang Lukasund verwies auf die positiven Folgen dieses Trends für den Streuobstbau, „der durch Obstbaumzeilen große Regionen Österreichs prägt und ohne bäuerliche Obstverarbeitung nicht zu erhalten wäre.“

Christian Jochum, Obmannstellvertreter Agrar.Projekt.Verein, bezeichnete die Most&Saft-Wochen als zweiten Teil einer „kulinarischen Trilogie, die mit den Rindfleisch-Wochen ihren Anfang nahm und mit den Erdäpfel-Wochen im Herbst abgeschlossen werden soll.“. Dabei gehe es darum, so Jochum, den Konsumenten gemeinsam mit der Gastronomie regionale, traditionelle und innovative Produkte vom Rohstoff bis zum Teller zu präsentieren.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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