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Der Steirer Felix Franz vor seinem Lokal in Zug in der Schweiz.

Steirer ärgert sich über Gault Millau

03.11.2016

In der Schweiz fühlt sich ein österreichischer Gastronom zu Unrecht verrissen

Der Steirer Felix Franz ist Inhaber und Gastgeber des Restaurants Kaiser Franz in Zug in der Zentralschweiz. Er lebt hier steirische Gastlichkeit auf gehobenem Niveau. Und hat dafür jüngst 13 Punkte im Gault Millau erhalten. Allerdings hat sich der anonyme Gastro-Kritiker dennoch abfällig über das Lokal geäußert, vermeldet die AHGZ. Dort sei von einer „üppigen K&K-Kitschstadtbeitz“ die Rede, die  Steiermark triefe förmlich aus der Karte. Dazu sagt Gastronom Franz: „Wir sind ein österreichisches Restaurant, und ich bin ein Steirer.“

Geschmacklose Kneipe?

Allerdings ist eine „Beitz“ in der Schweiz so etwas wie bei uns ein Beisl oder in Deutschland eine Kneipe. Wenn man sich die Fotos  auf www.kaiser-franz.ch ansieht, stellt man fest, dass es sich hier um kein Beisl, sondern ein Restaurant mit Haubenanspruch handelt. Für Inhaber Franz klingt die Beschreibung jedoch so, als sei sein Lokal eine „geschmacklose Kneipe“: „Der Gault Millau hat es also tatsächlich geschafft, bereits im zweiten Satz mein Werk in den Boden zu stampfen.Wir kochen und bewirten mit der Absicht, bleibende und gute Erinnerungen als Wirkung zu hinterlassen. Wir haben es satt, uns unprofessionell beurteilen zu lassen“, sagt der Wirt der AHGZ. Kritiker sollen sein Essen beurteilen, nicht die Einrichtung. Was der Schweizer Kritiker als „Kitsch“ interpretiert, möchte Franz als „österreichischen Charme“ pflegen: goldgerahmte Bilder des Herrscherpaars, Kerzen in Hirschgeweihen, Kronleuchter, bemalte Figuren in Steirertracht. Davon ist vieles vermutlich auch ironisch gemeint.  

Lesen Sie den Kommentar des ÖGZ-Chefredakteurs zum Thema!

 

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