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Gab es illegale Steuervereinbarungen zwischen McDonald’s und den luxemburgischen Finanzbehörden?

Steuertricks? McDonald’s im Visier der EU

07.12.2015

Ermittlungen der EU-Kommission in Europa werfen kein gutes Licht auf den Fastfood-Riesen: Demnach hat McDonald's in Luxemburg trotz hoher Gewinne keine Körperschaftssteuer entrichtet. Gab es illegale Absprachen?

Aktuelle Ermittlungen der EU-Kommission werfen kein gutes Licht auf McDonald’s – aber eigentlich werfen sie auch kein gutes Licht auf die luxemburgischen Finanzbehörden. Aber der Reihe nach: Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Vereinbarungen, die es der US-Fastfood-Kette ermöglichen, keine Unternehmenssteuern auf Lizenzgebühren zu zahlen, die die der Konzern von Franchise-Filialen in Europa und Russland erhalten haben soll – und das seit 2009. Das berichtet die „Financial Times“.

Auch in den USA keine Abgaben

Pikant an den Vorwürfen ist die Tatsache, dass die luxemburgischen Behörden McDonald’s von den Abgaben befreit haben, obwohl bekannt ist, dass der Fastfood-Konzern auch in den USA praktisch keine Abgaben auf diese Einkünfte bezahlt.
Wegen der eindeutigen Ermittlungsergebnisse leiteten die Brüsseler Wettbewerbshüter nun ein sogenanntes eingehendes beihilferechtliches Prüfverfahren ein.

Die Stellungnahme von McDonald’s folgte umgehend: Demnach hätte sich das Unternehmen an alle geltenden Gesetze gehalten und Körperschaftssteuern abgeführt. Allein zwischen 2010 und 2014 seien in EU-Staaten rund zwei Milliarden Euro abgeführt worden, was einem durchschnittlichen Steuersatz von 27 Prozent entspreche.
 

Autor/in:
Alexander Grübling
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