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Stiegl nimmt modernstes Sudhaus Europas in Betrieb

10.05.2005

Immer mehr Österreicher greifen zu Stiegl-Bier. Um diese Nachfrage auch in Zukunft bewältigen zu können, aber auch um Qualität sowie Geschmack laufend zu optimieren, wurde im Frühjahr des Vorjahres mit dem Bau des neuen Sudhauses auf dem Gelände der Stieglbrauerei in Salzburg begonnen. Mit einer Investitionssumme von 14,5 Millionen Euro ist es gelungen, in einer Bauzeit von rund einem Jahr das derzeit modernste Sudhaus Europas zu errichten. Aber auch mit dem modernen Sudhaus bleibt Bier brauen in Österreichs größter Privatbrauerei Handarbeit, allerdings durch modernste Technik unterstützt. „Das hilft uns zum Beispiel natürliche Rohstoffschwankungen auszugleichen und eine möglichst konstante, hohe Qualität zu erzielen. Diese Arbeit wird uns durch das neue Sudhaus sehr erleichtert. Die moderne Einrichtung soll die Tradition, die wir hier pflegen, unterstützen und dazu dienen, das Beste aus unseren Bieren herauszuholen“, erklärt Stiegl-Braumeister DI Ernst Schreiner.

„Aufgrund der hohen Investitionskosten und dem vertrauten Umgang mit Altbewährtem werden Sudhäuser nur sehr selten gebaut. Unser altes war über 100 Jahre in Betrieb, bevor es nun in das Konzept von Stiegl´s Brauwelt, der Biererlebniswelt mit Veranstaltungszentrum integriert wird“, erläutert Stiegl-Eigentümer Dr. Heinrich Dieter Kiener.

Mit einem Gewicht von rund 18 Tonnen und einem Fassungsvermögen von 45.000 Litern ist der Läuterbottich „Pegasus“ das Zentrum des neuen Sudhauses. Es gibt in Europa nur wenige Sudhäuser, die mit einem Läuterbottich dieses Ausmaßes arbeiten. Pro Tag verlassen 7.800 Hektoliter Würze das neue Sudhaus, das dann in vier Wochen zu Stiegl-Bier reift. Geliefert wurde das Innenleben des neuen Sudhauses von der Firma Steinecker bei München, einem der führenden Sudhaus-Hersteller Europas. Insgesamt waren an dem Neubau 27 Unternehmen mit rund 200 Personen beteiligt. 90 Prozent der Firmen stammen aus Österreich, der Rest aus Bayern. Für die futuristisch wirkende Außenhülle zeichnet Architekt Dr. Volkmar Burgstaller verantwortlich, der auch den „Hangar 7“ am Salzburg Airport und die Stiegl GSG-Niederlassungen in Inzing, Wörgl, Bruck und Flachau plante.

Die Stieglbrauerei zu Salzburg ist mit einem jährlichen Gesamtbierausstoß von rund 887.500 Hektoliter Bier und einem Marktanteil von 11 Prozent Österreichs größte Privatbrauerei. 1492 als „Prewhaus“ gegründet, erwirtschaften heute rund 600 Mitarbeiter einen Getränke-Umsatz (Stiegl-Biere, alkoholfreie Getränke, Importbiere) in Höhe von rund 100 Millionen Euro.
Die Stieglbrauerei setzt bei ihren Bierspezialitäten (Stiegl-Goldbräu und Stiegl-Weizengold) auf 12 Grad Stammwürze (Malzgehalt), die die Grundlage für die hohe Qualität und die goldgelbe Farbe bildet. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Spectra meint jeder zweite Österreicher, dass Stiegl das beste Bier sei, mehr als zwei Drittel finden, es sei ein „Bier mit besonders hoher Qualität“. Der gestützte Bekanntheitsgrad liegt bereits bei 90 Prozent. Das Image der Salzburger Biermarke wird jünger und dynamischer als jenes der Mitbewerber bewertet.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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