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Stimmungsbarometer

08.07.2010

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft unserer Ernährung aus?

Max Stiegl, Gut Purbach, Burgenland:

Momentan ist da sehr viel in Bewegung, das spüren wir auch in unserem Lokal. Eine Speisekarte, wie wir sie derzeit haben, wäre vor zehn Jahren undenkbar gewesen. Damals wollte niemand mehr Innereien essen. Innereien wurden als „Arme-Leute-Essen“ betrachtet. Aufgrund der Globalisierung und daraus resultierenden Unternehmen wie dem Rungis Express, hat sich eine Generation von Filet-Essern herausgebildet, egal ob bei Rind, Schwein oder Fisch musste es immer das Filet sein.

Erst ganz langsam ist bei uns wieder das Bewusstsein gewachsen, dass ein Tier eben nicht nur aus Filets besteht und eigentlich zu wertvoll ist, um den Rest zu Tierfutter zu verarbeiten. Abgesehen davon, hat gerade die Innereienküche viel mit unserer eigenen kulinarischen Tradition zu tun, die bei uns so langsam wieder entdeckt wird.

Bewusste Genießer suchen nicht nur authentische Geschmäcker, sie wollen auch guten Gewissens genießen können. Außerdem gehört wenig Kreativität und handwerkliches Können dazu, ein Filet abzubraten. Bei Kutteln oder einem Bruckfleisch ist der Koch hingegen gefordert. Nachdem sich Convenience-Produkte in den letzten Jahren in weiten Bereichen durchgesetzt haben, suchen bewusste Genießer einfach Alternativen zum Einheitsgeschmack. Gerade für ambitionierte Gastronomen bieten diese gesellschaftlichen Veränderungen große Chancen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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