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Stresstest für Hotels

14.06.2018

Was passiert, wenn die Zinsen steigen? Und die Kosten für OTAs anziehen? Der frühere Geschäftsführer der ÖHT, Franz Hartl, der heute als Hochschullektor tätig ist, und Thomas Reisenzahn von Prodinger Tourismus haben ein typisches Salzburger Ferienhotel einem Stresstest unterzogen. 

Sie nahmen als Testvariable die sehr übliche Kennzahl „Entschuldungsdauer“, die sich aus Fremdkapital gebrochen durch Cashflow errechnet. Dann bewegt sich der untersuchte Betrieb in der derzeitigen Zinsumgebung mit einer Entschuldungsdauer von 14 Jahren noch im „grünen Bereich“. Ein Zinsanstieg von vergleichsweise bescheidenen 2 % würde bewirken, dass bei diesem Beispielhotel die Entschuldungsdauer auf 18 Jahre steigt. Mit einem Anstieg der Provisionen von 15 % auf 17 % und einem künftigen OTA-Buchungsanteil von 24 % würde die Entschuldungsdauer sogar auf 19 Jahre klettern. Der Betrieb käme voraussichtlich in Zahlungsschwierigkeiten. Das Liquiditätsziel würde im kritischen Bereich liegen. Der Zinsschock wäre wesentlich kritischer, weil er rund 3 % der Einnahmen konsumiert, während die Provisionserhöhung nur knapp 1 % kosten würde.

Die Zinslandschaft nützen

Thomas Reisenzahn: „Der Stresstest macht deutlich, dass es geboten scheint, die derzeit günstige Zinslandschaft für eine weitere Konsolidierung zu nutzen und bei künftigen Finanzierungen der Frage eines möglichen Zinsanstieges mehr Beachtung zu schenken (etwa durch Abschluss eines Fixzins- oder ERP-Kredites).   tav

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