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Süßer die Kassen nie klingeln

21.12.2010

Auch wenn viele Betriebe noch skeptisch sind, in den letzten Jahren sperren immer mehr Lokale auch am Abend des 24. Dezember auf – der Trend zur After-Christmas-Party hält an.

Auch wenn nicht alle Lokale so exzessiv geschmückt sind, Weihnachtsstimmung kommt beim Ausgehen am 24. Dezember jedenfalls auf

Obwohl immer mehr Gasthöfe und Restaurants im ländlichen Raum auch am 24. Dezember offen halten, geht Hans Peter Berti vom Unterbergerwirt in Dorfgastein einen anderen Weg: „Wir fallen da total aus der Rolle und haben am 24. Dezember geschlossen. Für uns ist der Heilige Abend der Tag, den wir der Familie widmen. Auch unsere Mitarbeiter haben frei und genießen diesen Tag, gerade weil es in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist, an diesem Tag frei zu haben.“

Den umgekehrten Weg geht man im Restaurant Beograd im vierten Bezirk in Wien. „Wir haben immer am Weihnachtsabend geöffnet, da unsere Angestellten Orthodoxe sind, die Weihnachten nicht am 24. feiern. Normalerweise verwöhnen wir unsere Gäste mit Balkangerichten und Grillspezialitäten. Zu Weihnachten machen wir da eine Ausnahme und es gibt zwei verschiedene Menüs: Fisch mit Erdäpfeln oder Gans mit Semmelknödeln und Rotkraut. Für das Weihnachtsmenü liegen schon einige Reservierungen vor“, freut sich Dragoslav Weinfurter.

Der Wiener Szenegastronom Bernd Schlacher hält seine beiden Motto-Lokale am 24. Dezember zu verschiedenen Zeiten geöffnet: Das neue „Motto am Fluss“ ist mittags für Gäste bereit und am Abend geschlossen, das Stamm-Motto sperrt dafür untertags und öffnet ab 22 Uhr, allerdings nur die Bar, es wird keine Küche angeboten. „Im Motto im 5. Bezirk halten wir das schon seit 19 Jahren so, ab 22 Uhr kommen dann fast ausschließlich Stammgäste nach der Feier mit der eigenen Familie“, erklärt Schlacher. Speisen bietet er dabei aus Prinzip trotz vieler Anfragen nicht an. „Ich will, dass auch meine Köche Weihnachten feiern können, die paar Kellner, die dann arbeiten, die machen das dafür sehr gerne und freiwillig.“

Kein Interesse an einem Offenhalten zu Weihnachten hat hingegen – zumindest derzeit noch – Christian Pircher vom XXL-Lokal Leopoldauer Alm in Wien: „Vergangenes Jahr haben wir mal am 25. Dezember aufgesperrt. Das hat aber nicht das gebracht, was wir uns vorgestellt haben. Aber möglicherweise wäre der 24. in den nächsten Jahren mal einen Versuch wert. Wenn, dann aber nur am Abend.“
Krumpns Stadl Restaurant & Bar der Familie Ribis in Obergurgl hat heuer zum dritten Mal am Heiligen Abend seine Pforten geöffnet. „Im ersten Jahr kochten wir noch ein Weihnachtsmenü, aber das hat sich nur schlecht verkauft. Es war unseren Gästen – Mitarbeiter anderer Hotels und Restaurants die an diesem Tag geschlossen haben – einfach zu teuer.

Sie nutzen den freien Tag, um sich bei uns mit Freunden zu treffen und essen à la carte. Da wir mit Stammpersonal und Saisoniers arbeiten, können wir unsere Mitarbeiter flexibel zu den Feiertagen einsetzen und offen halten“, erklärt Christiane Ribis. Einen ganz speziellen Ansatz für Weihnachten findet Ilse Blachfellner vom Gasthof Eberhard in St. Michael in der Steiermark. „Wir erleichtern unseren Gästen das Kochen am Heiligen Abend, da wir gerne selbst feiern und an diesem Tag geschlossen haben. Wir bereiten für sie den gefüllten Truthahn ofenfertig vor; dann wird der Truthahn wie ein großes Geschenk verpackt, und im Begleitbrief findet sich die Bratanleitung.“ krie/stelz

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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