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„Suppe mit Sinn” im zehnten Jahr

08.11.2017

Die Aktion „Suppe mit Sinn“, die von der Wiener Tafel organisiert wird, wurde bereits bis nach Berlin „exportiert“ 

„Suppe mit Sinn“ wird nun schon seit zehn Jahren serviert.

Die Wiener Tafel veranstaltet heuer zum zehnten Mal die Winterhilfsaktion „Suppe mit Sinn“ – weit mehr als hundert Gastronomiebetriebe im Großraum Wien widmen jedes Jahr vom 1. November bis zum 31. Dezember eine Suppe auf ihrer Speisekarte dem Sozial- und Umweltverein Wiener Tafel und spenden von jeder verkauften Portion einen Euro an Österreichs älteste Tafel. Mit einem Euro kann die Wiener Tafel bis zu zehn Armutsbetroffene mit geretteten Lebensmitteln versorgen – einwandfreie, genusstaugliche Nahrung, die gleichzeitig davor bewahrt wird, im Müll zu landen. 

260.000 Portionen

„Die Winterhilfsaktion ‚Suppe mit Sinn‘ zählt zu unseren wichtigsten Kampagnen im Laufe des Jahres. Ohne diese könnten wir unsere soziale Transferarbeit über das ganze Jahr nicht mehr leisten“, schildert Alexandra Gruber, Geschäftsführerin der Wiener Tafel, die Bedeutung der Aktion. 260.000 Portionen „heiße Suppe gegen soziale Kälte“ sind seit 2008 kredenzt worden. Dadurch konnten die Tafeln im Laufe der vergangenen Jahre etwa 2.600.000 Portionen Essen an manifest armutsbetroffene Menschen verteilen. 

„Unser besonderer Dank gilt den langjährigen Kooperationspartnern aus Gastronomie, Hotellerie, Wirtschaft und den Interessenvertretungen – nur mit ihrer Unterstützung war es möglich, im Laufe eines Jahrzehntes eine so starke Marke wie die ‚Suppe mit Sinn‘ zu kreieren und zu etablieren! Wir sind sehr glücklich, dass wir die ‚Suppe mit Sinn‘ unter dem Dach des österreichischen Dachverbandes ‚Die Tafeln‘ zu einer österreichweiten Aktion entwickeln konnten“, zeigt sich Alexandra Gruber in Personalunion als Obfrau des Verbandes der österreichischen Tafeln zufrieden. 

Peter Dobcak, Obmann der Sparte Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien, ist überzeugt: „Wir Gastronomen denken auch an jene, die sich keinen Restaurantbesuch und keinen Kaffeehausbesuch leisten können. Durch die Teilnahme an der ‚Suppe mit Sinn‘ leben unsere Mitgliedsbetriebe ihre persönliche Überzeugung, dass es wichtig ist, im Sinne der Fairness in unserer Gesellschaft einen Ausgleich zu schaffen. Das tun unsere Betriebe mit dem Besten, das sie anbieten können: ihrer Gastlichkeit und Professionalität!“ 

Die Aktion hat sich auch international bereits herumgesprochen: Weit über die Landesgrenzen hinaus wird die „Suppe mit Sinn“ als Winterhilfsaktion wahrgenommen. Seit zwei Jahren wird zum Beispiel auch in Berlin „Suppe mit Sinn“ kredenzt – die deutsche Schwesterorganisation Berliner Tafel als eine der größten und effizientesten der mehr als 900 deutschen Tafeln hat das 
Konzept der Wiener Tafel übernommen. 

Autor/in:
Karin Bornet
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