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Symbiose der Gegensätze

16.12.2010

Zwischen Kunst, Kuriositäten und Altwiener Charmen präsentieren sich die Zimmer im Hotel Schwalbe in Wien. Das Hotel Schwalbe in Wien ist ein Haus, das auf eine mehr als 100 Jahre lange Geschichte zurückblickt und das Ergebnis einer liebevollen Symbiose der Gegensätze und Generationen.

Zwischen kitschigen Erdbeervorhängen finden sich zeitgenössische Werke namhafter Künstler, historische Sammlerstücke und liebevoll zusammengetragene Kuriositäten, die den Betrachter in Staunen versetzten. Das charmante Kleinod liegt etwas versteckt in Ottakring und wird von Anna und Patricia Tomek – Mutter und Tochter – in vierter Generation gemeinsam als Familienbetrieb geführt. Urgroßeltern und Großeltern führten den Betrieb nicht als Hotel, sondern als typisch wienerisches Gasthaus. Das Gasthaus Vanecek, das beliebter Treffpunkt für Damenkränzchen und Raucherclubs war.

Wie im Museum
Die Indizien dieser Zeit finden sich im gesamten Haus und insbesondere im rustikal-originalen wie farbenfrohen Frühstücksraum des Hotels. Wie in einem Museum sind hier die Zeichen der Vergangenheit zu sehen. An den Wänden hängen alte Fotografien, die die Großeltern mit Musikgruppen und Raucherclubs zeigen, Spruchbänder des Damenkreises „Edelweiß“ hängen von der Decke, und Zeichnungen von Künstlern, die mit ihren Werken zu früheren Zeiten „die Zeche“ beglichen haben, schmücken die Wände. Am Ende des 100 Jahre alten Raums befindet sich eine kleine Bühne, auf der Größen der Wiener Kabarettkunst wie Karl Farkas oder Ernst Waldbrunn die Gäste des Gasthaus Vanecek unterhielten. Moderne Kunst steht in der Schwalbe also keineswegs in Kontrast zu den alten Sammler- und Erinnerungsstücken, sondern ergänzt den unkonventionellen Stil des Hotels und nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart.

Schwalbe als Marke
Besondere Schmuckstücke des Hauses sind die Hotelzimmer. Im alten Flair belassen wurden die früheren Küche-Zimmer- und Küche-Zimmer-Kabinett-Wohnungen zu insgesamt 16 Zimmern umgewandelt, die vom drahtlosen und kostenlosen Wlan bis hin zu TV-Flatscreens mit jeglichem Komfort ausgestattet sind. Auch hier findet sich die Ergänzung der Gegensätze wieder: Die meisten Zimmer verfügen über ein eigenes Bad inklusive WC. Besonders beliebt bei den Gästen aus aller Welt sind jedoch jene Zimmer mit den Toiletten am Gang – eben genauso, wie es zu früheren Zeiten in Wien bei Küche-Zimmer-Wohnungen üblich war.

Das Markenzeichen des Hotels ist, wie schon der Name verrät, die Schwalbe. Sie findet sich im ganzen Haus wieder. Sei es an der Decke des Stiegenhauses oder am eigens für das Hotel designten Lilienporzellan-Geschirr mit Schwalben-Emblem – eine Auftragsarbeit der Wiener Produktdesignerin Hedwig Rotter. Bereits vor vielen Jahren nisteten jährlich Schwalben im kleinen, begrünten Innenhof des Hauses. Gemeinsam mit einem Experten des Konrad Lorenz Instituts ist Patricia Tomek bestrebt, diesen Vögeln auch in Zukunft ein artgerechtes „Zuhause“ im Hotel Schwalbe zu bieten.
www.hotelschwalbe.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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