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Tag des Kaffees 2006

28.11.2006

Kaffee in allen nur erdenklichen Zubereitungsarten ist das Lieblingsgetränk von Frau und Herrn Österreicher. Ein guter Grund also, den Kaffeegenuss einmal mehr hochleben zu lassen. Zu Ehren der edlen Bohne lud die Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser in Kooperation mit dem Österreichischen Kaffee- und Teeverband zum fünften „Tag des Kaffees“.

Das Theaterprojekt „Tinte & Kaffee“ setzte am Tag des Kaffees Literatur aus dem Kaffeehaus im Kaffeehaus in Szene. Spielort war unter anderem das Ringstraßen-Café Schwarzenberg

Ein Kaffeehausbesuch ist aber nicht nur bei Einheimischen beliebt, sondern auch bei ausländischen Gästen. Der Kaffeehausbesuch liegt auf Platz 3 bei den beliebtesten Freizeitaktivitäten unserer ausländischen Gäste, 84 % besuchen während ihres Österreichaufenthalts ein Kaffeehaus. Ein guter Grund also, den Kaffeegenuss einmal mehr hochleben zu lassen.
Österreichweit beteiligten sich rund 200 Kaffeehäuser und Gastronomiebetriebe am fünften „Tag des Kaffees“ und luden - vor oder nach der Nationalratswahl - zu kulinarischen Köstlichkeiten und kulturellen Programmen in ihre Häuser. Die Palette reichte von Gratiskaffee nach dem Essen über Gratismehlspeisen zum Kaffee und das traditionelle Kaffeesudlesen bis hin zu Klavierkonzerten und Lesungen aus der klassischen Kaffeehausliteratur.
Kaffee-Kochbuch
Im Café Central, das sich erstmals am Tag des Kaffees beteiligte, lasen Johanna Thimig und Karlheinz Wukov Kaffeehausliteratur von Altenberg, Friedell und Polgar. Im Anschluss an die Lesung wurde die neue Café Central - Torte verkostet. Thomas Klepp und Gregor Lemerer kreierten die neue Café Central - Torte. „Die Haustorten der anderen Kaffeehäuser sind meist Schoko- oder Nusstorten. Wir wollten nichts kopieren und kreierten daher eine Orangen-Marzipan-Torte, die drei Wochen haltbar ist und sich auch für den Versand eignet“, erklärte Thomas Klepp.
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Die Torte besteht aus einem Schokobisquit, gefüllt mit Orangen-Marzipanbisquit, das mit Aranzini verfeinert und Orangenlikör parfümiert wurde. Glaciert ist die Torte mit Vollmilch- Couverture. „Das Besondere an unseren Torten ist, dass sie durchnummeriert sind“, so Klepp.
Das Theaterprojekt „Tinte & Kaffee“ setzte Literatur aus dem Kaffeehaus am Tag des Kaffees im Kaffeehaus in Szene. Spielorte waren das Café Schwarzenberg und das Café Korb. Darüber hinaus lud das Café Schwarzenberg seine Gäste zur Verkostung von „Schokolade“, zubereitet nach einer Originalrezeptur der Azteken Mexikos mit Chili ein. Im Café Landtmann und Café Mozart gab es am Tag des Kaffees zu jedem Kaffee das „Illustrierte Wiener Kaffee-Kochbuch“, das die Kunst und die Vielfalt der Kaffeezubereitung in Wien beschreibt, als Geschenk dazu.
Kaffee-ABC
Auch Starbucks lud am Nachmittag des Wahlsonntags zu einer sinnlichen Reise durch die Welt des Kaffees. Bei Starbucks am Michaelerplatz stand die Verkostung, geleitet von Xenia Ulrich, unter dem Motto „Starbucks Symphonie“ – Arabian Mocha Java trifft Mozart Kugel. „Sie empfiehlt die Zubereitung von Kaffee mit der French Press, denn damit werden mehr Aromen im Kaffee herausgepresst als bei der Zubereitung mit der Espressomaschine. Bei der Verkostung wurde zuerst der Kaffee geschlürft, dann eine Mozartkugel genascht und danach wieder Kaffee geschlürft. Das erstaunliche Ergebnis für alle war, dass der Kaffee nun süß schmeckte und die bitteren Aromastoffe in den Hintergrund gedrängt wurden. Weiters wurden zwei neue Herbst-Getränke vorgestellt: Die aus feinsten Kakaosorten hergestellte Premium Hot Chocolate und der mit Zimt, Muskat, Ingwer und Nelken veredelte Pumpkin Spice Latte. Das Aroma des traditionellen Kürbiskuchens ist in Nordamerika typisch für die Erntezeit. Der klassische Espresso mit heißer geschäumter Milch schmeckt nach Original-Pumpkin-Gewürzen und wird mit einem Schlagobers-topping gekrönt.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Berufsgruppe „Kaffeehäuser Österreichs“ stand auch dieses Jahr die Verbreitung des „Kaffee ABC“, in dem die wichtigsten österreichischen und wienerischen Kaffeespezialitäten und deren Zubereitung dargestellt werden. Österreichs Berufsgruppenobmann Maximilian Platzer sieht das „Kaffee ABC“ als „eine Empfehlung zu einer möglichst einheitlichen Kaffeezubereitung für Betriebe, welche die österreichische Lebensart tragen und pflegen und somit wichtige Kulturträger unseres Landes sind.“
„Mit dem Tag des Kaffees wollen wir unseren Gästen die Wiener Kaffeehauskultur näher bringen“, begründet Günter Ferstl, Chef der Wiener Kaffeesieder, die Aktion. „Eine Kultur, die mit ihren klassischen Kaffeespezialitäten in ihrer Vielfalt und Raffinesse weltweit einzigartig ist.“
In vielen österreichischen Kaffeehäusern wurden dieses Jahr zum „Tag des Kaffees“ neue Tischsets präsentiert. Die vier neuen Tischsets beschäftigen sich mit vier „kulinarischen Institutionen“ des Cafés, die als kleine Gerichte für Zwischendurch immer Saison haben. Die im Stile der 50-er Jahre gehaltenen Tischsets erzählen kurze Stories zu den einzelnen Speisen und vermitteln Wissenswertes zu Würstel, Ei, Toast & Suppe. Wussten Sie beispielsweise, dass Suppe mit dem mittelhochdeutschen Wort „supfen“ in Verbindung steht, was soviel bedeutet wie „schlürfend trinken“?
Auch unsere deutschen Nachbarn feierten erstmals den „Tag des Kaffees“ und zwar nicht wie die Österreicher am 1. Oktober, der diesmal auf einen Sonntag fiel, sondern am Freitag den 29. September. Der deutsche Kaffeeverband möchte mit der Vorverlegung den Handel und die Gastronomie fördern, die sich mit über 1.500 Aktionen in mehr als 600 Städten und Gemeinden beteiligten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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