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Insgesamt 320 Kilometer sollen in 18 Etappen per Boot zu befahren sein.

Tausche Fahrrad gegen Paddelboot

06.06.2019

Vor einem Jahr startete das Projekt "Draupaddelweg". Im Endausbau sollen 320 Kilometer der Drau von Osttirol bis Slowenien mit dem Paddelboot bewältigt werden können.

 

Manfred Winkler (Bild) und Daniel Rebernik wollen zum Paddeln animieren.

Die Drau flussabwärts zu erkunden war bisher den Radwanderern vorbehalten. Doch nun kann man nicht nur an den Ufern der Drau entlangradeln, sondern auch auf dem Fluss paddeln. Im Startjahr 2018 wurden schon 200 Boote vermietet, heuer sollen es zehnmal so viel werden. Die beiden erfahrenen Kärntner Wassersportler Manfred Winkler und Daniel Rebernik haben gemeinsam das Projekt Draupaddelweg aus der Taufe gehoben. „Unser erklärtes Ziel ist es, die Drau als eines der Top-Kanu-Gebiete Europas zu etablieren“, sprüht Rebernik vor Optimismus. Im Endausbau soll das Bepaddeln der Drau von Lienz in Osttirol bis Ptuj in Slowenien möglich sein. Das wären 320 Flusskilometer in zwei Ländern in 18 Etappen. Entlang der Strecke wird es dann acht Paddel-Center als Anlaufstelle für Verleih, Kurse und Verkauf geben. Die zwölf größten am Weg liegenden Seen (wie etwa Wörthersee, Faaker See) sollen in das Gesamtprojekt miteingebunden werden. Die ruhige Fließgeschwindigkeit der Drau macht dies für Paddler im Kajak oder Kanadier oder für Stand-up-Paddler möglich. 

Buchbare Pakete

Im Sommer 2018 startete man mit buchbaren Paketen für die ersten drei gemütlichen Tagesetappen zwischen Oberdrauburg und Paternion. „Diese Touren sind kindertauglich, und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich“, betont Rebernik die Attraktivität des neuen Angebotes quer durch alle Gästeschichten. Mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 km/h durchquert man solcherart mit seinem Kanu das Naturjuwel Drau mit seinen freifließenden Flussabschnitten und kann dabei die Flora und Fauna bewundern. Definierte Ausstiege zum Anlanden, wie der Rastplatz Drauoase Dellach mit Grillplätzen, schützen seltene Tier- und Pflanzenarten. Für die Rückreise zum Ausgangspunkt wird ein Shuttle-Dienst angeboten. Wer möchte, kann auch auf eigene Faust Rad oder Zug nutzen, das Boot kann man einfach am Etappenende bei der Verleihfirma abgeben.

Verzehnfachung der Frequenz

Mit 200 ausgeliehenen Booten zeigt sich Rebernik mit der ersten Saison im vergangenen Sommer recht zufrieden. Die überwiegende Mehrheit ging noch an Tagesgäste, die sich einen schönen Tag auf der Drau machen wollten. „Es gab aber auch schon erste Etappengäste, die zwei oder drei Tage die Drau bepaddelt haben“, so der Organisator. Für die heurige Saison wird eine Verzehnfachung der Frequenz angestrebt. Auch hier wird die Mehrheit noch aus Tagesgästen bestehen. Aber so wie der Drauradweg durch die ideale Kombination durch die fast paral-
lel verlaufende Bahnstrecke zum Hit wurde, sieht Rebernnik auch im Draupaddelweg ein großes Potenzial für Etappen-Paddler. Durch die Kooperation mit den Drauradwegwirten, die schon beste Erfahrungen mit Etappen-Reisenden haben, steht überdies eine funktionierende Infrastruktur in Sachen Gastronomie und Beherbergung zur Verfügung. 

Text: Dieter Mayr-Hassler

 

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