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Mehr Bewerbungen durch das Weglassen des verbindlichen Motivationsschreibens.

Tipps fürs Recruiting

05.06.2019

Tipp für mehr Bewerbungen: Es kann von Vorteil sein, aufs Motivationsschreiben zu verzichten.   

Klar, ein Motivationsschreiben gehört zur Bewerbung wie das Amen im Gebet. So war es seit Jahrzehnten Recruiting-Praxis. Doch man muss kein HR-Theorie-Agnostiker sein, um diese Regel in Frage zu stellen. Unter dem Schlagwort „Slim-Recruiting“ schaffen Unternehmen wie Henkel oder Otto nämlich das Motivationsschreiben einfach ab.  Ein Grund: Viele Kandidaten wissen gar nicht, wie man ein solches Schreiben zu verfassen hat. Besonders gilt das für Erstbewerber wie Schüler oder Lehrlinge und Bewerber auf Jobs mit niedrigen Qualifikationsanforderungen. Also durchaus auch ein Thema für Hotel und Gastgewerbe. Der Vorteil: Besteht man nicht auf ein Motivationsschreiben, kommen einfach mehr Bewerber.  Viele Recruiter finden Noten und Erfahrungen bei der Auswahl. Und wenn es doch um die Frage geht, ob der Kandidat oder die Kandidatin passt, dann ist es zielführender, die Motivations-Fragen etwa über einen Fragenkatalog selbst zu stellen

Abwägungsfrage

Natürlich spricht auch einiges für das gute alte Bewerbungsschreiben. Etwa die Tatsache, dass man aus dem Schreibstil des Bewerbers bereits etwas über dessen Persönlichkeit lesen kann. Auch nicht zu verachten: Um ein Motivationsschreiben zu verfassen, muss sich der Bewerber vorab mit dem Unternehmen auseinandersetzen – die Basis für ein potenzielles Vorstellungsgespräch ist also eine bessere. Und eines ist auch klar: Zeugnisse und Schulnoten sind eben nicht so aussagekräftig und vergleichbar wie sie sein sollten.

Autor/in:
Daniel Nutz
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