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Die Area 47 hat sich zu einer  der gefragtesten Sommerattraktionen  Tirols entwickelt.

Tirol: Alpen-Spielplatz wird vergrößert

25.04.2016

Seit der Eröffnung im Jahr 2010 hat sich die Area 47 zum österreichischen Marktführer im Outdoor-Tourismus mit europaweit einzigartigem Angebot entwickelt.

Area-47-Gründer Hansi Neuner ist letztes Jahr leider verstorben. Sein Pioniergeist lebt aber weiter. Sichtbar in Sohn und Nachfolger Michael Reden-Neuner und in Form der ersten Wakeboard-Anlage Westösterreichs, die im Mai 2016 in der Area 47 eröffnet werden wird. Der den Wakeboardern zur Verfügung stehende neue zwei Hektar große See mit 19.130 Quadratmeter Wasseroberfläche inklusive fünf Masten und 420 Meter Liftlänge ist auch als eine Art Verbeugung zu sehen. Hansi Neuner hat in den 80er-Jahren mit zwei Raftingbooten nicht nur begonnen, eine frühe Szene für Outdoorfreaks zu schaffen, sondern auch die Schiene für den Tiroler Outdoortourismus abseits von Wandern, Golfen und Mountainbiken gelegt. 

2010 geht schließlich mit der Eröffnung der Area 47 – Eigentümer bzw. Investor sind die Bergbahnen Sölden – am Eingang des Tiroler Ötztales ein Traum in Erfüllung. Dazwischen liegen mühsame Behördenwege, Gutachten etc. und auch Rückschläge. Eine Wakeboardanlage sollte nach den Plänen von Hansi Neuner nämlich schon 2003 entstehen. Doch die damaligen Voraussetzungen ließen eine Verwirklichung nicht zu. 

Wakeboard-Anlage

Dreizehn Jahre später ist es nun so weit. Im Mai 2016 wird Westösterreichs erste Wakeboard-Anlage auf dem Areal der Area 47 eröffnen. Geschäftsführer Michael Reden-Neuner und Christian Schnöller zogen dementsprechend Bilanz. „Wir gehen heuer in die siebte Saison und können mehr als zufrieden sein“, so Christian Schnöller. Die Area47 habe sich zum größten Outdoorpark Europas und – um in der Sprache der AREAner zu sprechen – „Ultimate Outdoor Playground“ der Alpen entwickelt. 

Dazu ein Zahlenvergleich: Wurden in der ersten Saison 12.500 Nächtigungen verbucht, waren es vergangenes Jahr 45.000. Erzielt werden die Nächtigungen mit insgesamt 400 Betten. Hier gibt es eine natürlich eingezogene Obergrenze. Auf der Anlage können keine weiteren Betten errichtet werden, und das ist auch nicht das Ziel. Was man aber sehr wohl anstrebe, ist eine noch bessere Auslastung der Nebensaison im Mai, Juni und September. Wer z. B. jetzt ein Outdoor- und Abenteuer-Wochenende in der Area 47 buchen möchte, muss sich hinten anstellen. Es sind nur noch einige Plätze im September frei. Schon jetzt sind 36.000 Nächtigungen fix gebucht. Ausweichen können Gäste auf die heuer neu angebotenen Area-47-Camps im Mai, Juni und September.   

Auch das Umfeld der anfänglich mit Skepsis beäugten Area 47 ist inzwischen positiv gestimmt. Kein Wunder. Rund um die Area 47 verbuchen Imst Tourismus und Ötztal Tourismus zusätzliche 25.000 Nächtigungen, die ausschließlich über die Outdoorgäste generiert werden. Gab es 2010 noch 18.000 Outdoor-Touren (Rafting, Canyoning, Klettern, etc.) mit den Guides der Area 47, waren es 2015 bereits 70.000 durchgeführte Touren. Insgesamt haben im Jahr 2015 mehr als 200.000 Gäste die Area 47 besucht.

 
Geboten werden in der Area 47 schon jetzt 35 Sportarten und damit laut Betreibern „die größte Vielfalt an Outdoor-Aktivitäten in Europa“. Hier eine kurze Übersicht: Rafting, Canyoning, 20.000 Quadratmeter große Water-Area mit Riesenrutschenpark, Blob, Hydrospeed-Rutsche, Slip-’n’-Slide-Rutsche (ab 2016), Freestyle-Schanze, Slacklinepark, Sporttrampoline, Cliffdiving-Trainingsanlage, Deep-Water-Kletterwand, der höchste Hochseilgarten und die höchste Kletterwand Österreichs, eine 27 Meter hohe Megaswing-Seilschaukel, Flying Fox, Indoor-Offroad, Riversurfen. Geboten werden auch laufend Events vom Stock Car Race bis zu Konzerten und DJ-Nights. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es der Area 47 gelungen ist, mit Adidas, Red Bull und GoPro Premiumpartner an Land zu ziehen, die die Area 47 laufend mit Sponsoring und Marketing-Know-how unterstützen. Eine kleinere Wakeboardanlage, „Little Bro Wake Cable“, besteht seit 2013 im Bereich der Water-Area. Diese bleibt auch weiterhin bestehen und soll den Anfängern den Einstieg in die neue 2 Mio. Euro teure Anlage für Fortgeschrittene und Profis erleichtern. Warum Wakeboarden? Die Wakeboarder-Szene wächst stark. Allein in Deutschland, dem Land der höchsten Dichte an Wasserskiliften, stehen mittlerweile 70 dieser sogenannten Cables. 

Auch für Zaungäste dürfte die neue Anlage interessant werden. Wakeboarder erreichen eine Geschwindigkeit von über 30 km/h und zeigen sogenannte Tricks und Moves inklusive Salti. Erste Reihe fußfrei wird man das Geschehen im neuen Wake-Café mit 150 Sitzplätzen und Dachterrasse beobachten können.

Autor/in:
Barbara Egger
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