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Tiroler Saison durchsetzt

28.03.2006

In der bisherigen Wintersaison 2005/06 reisten rund 3,3 Mio Gäste nach Tirol, die hier insgesamt 16,8 Mio mal nächtigten. Dies bedeutet in der Nächtigungsstatistik für die Monate November bis Februar ein Minus von 2,2%, das Ergebnis bei den Ankünften für den selben Zeitraum beläuft sich auf –0,9%. Im für die Gesamt-Winterbilanz bedeutendsten Monat Februar wurden insgesamt 1,2 Mio Ankünfte und 6,9 Mio Nächtigungen gezählt. Damit sind im Vergleich zum Februar des Vorjahres 0,3% mehr Gäste nach Tirol gereist, diese sind allerdings kürzer geblieben (-1,4%).

Erfreulich in der Winter-Zwischenbilanz ist die Entwicklung der Gästezahlen aus Großbritannien – hier konnte ein Plus von 10,2% bei den Ankünften und 11% bei den Übernachtungen verzeichnet werden – die neuen Flugverbindungen zwischen London und Innsbruck scheinen Früchte zu tragen. Positiv haben sich ebenso die Zahlen der inländischen Gäste entwickelt: im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbrachten 2,9% mehr Österreicher ihren Winterurlaub in Tirol, auch die Nächtigungssteigerung von 1,5% ist erfreulich. Einbußen mussten hingegen bei den Deutschen (-2,7% bei den Ankünften und -4,1% bei den Nächtigungen), den Niederländern (-3,9% Ankünfte und –4,3% Nächtigungen), aber auch bei den Schweizern (-3,6% Ankünfte und –4% Nächtigungen) und den Belgiern (–0,5% Ankünfte und –13% Nächtigungen) hingenommen werden. (Ein Grund für die bisherigen Rückgänge könnten die heurigen Witterungsverhältnisse sein: In ganz Europa war aufgrund der Schneeverhältnisse Wintersport möglich, auch in vielen österreichischen Bundesländern bot dieser „Ausnahmewinter“ beste Bedingungen für Schnee-Urlauber.)

Aus Italien reisten zwar mehr Gäste nach Tirol (+2,5%), dennoch wurde bei den Nächtigungen ein Minus von 2% verzeichnet. Zuwächse konnten bei Urlaubern aus Dänemark (+13,2% Ankünfte und +15,3% Nächtigungen), Frankreich (+6,4% Ankünfte und +5,1% Nächtigungen), aber auch aus Russland (+24,5% Ankünfte und +27,1% Nächtigungen) sowie aus Tschechien (+10% Ankünfte und +11,5% Nächtigungen) registriert werden.

In Tirol können einige Orte und Regionen - insbesondere im Unterland und im Zillertal – (zB Kirchberg, Kitzbühel, Alpbach, Mayrhofen oder Zell/Ziller) eine sehr positive Saisonzwischenbilanz ziehen. Bei den Kategorien zählen landesweit die Häuser der 4- und 5-Sterne Kategorie ungebrochen zu den Gewinnern: hier konnten 4,2% mehr Übernachtungen verzeichnet werden. Laut Tiroler Tourismusbarometer entwickelten sich auch die Umsätze positiv: auf Basis einer saisonalen, repräsentativen Preiserhebung in ca. 8.500 Beherbergungsbetriebe steigerten sich die Umsätze von Übernachtung/Frühstück um 2,6%.

Insgesamt bewegt sich der Tiroler Tourismus auf sehr hohem Niveau: seit 1998 zeigen sowohl die Kurve der Ankünfte als auch jene der Nächtigungen kontinuierlich nach oben, in der Saison 2004/05 wurde mit erstmals mehr als 25 Mio Nächtigungen und einer Umsatzsteigerung von 6,1% der beste Winter aller Zeiten registriert. Angesichts der aktuellen Zwischenbilanz gilt es Hauptaugenmerk auf eine noch bessere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sowie eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Tiroler Tourismusangebots und eine Steigerung der Wertschöpfung und nicht nur der Nächtigungen zu legen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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