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Tiroler Sonne scheint auch im Winter

18.09.2009

Das Hotel Mathiesn in Obergurgl hat im Sommer 2008 einen entscheidenden Schritt Richtung nachhaltiges Wirtschaften gesetzt. Jetzt decken 22 Sonnenkollektoren der Firma TiSUN mit insgesamt 146 m2 Fläche fast 40% der benötigten Energie

Auch mit nur wenig freier Fläche lässt sich viel Sonnenenergie einfangen

Eigentlich ist die langfristige Kalkulation für die Energiekosten eines Hotels so einfach wie eine Milchmädchenrechnung. Da fossile Energieträger beschränkt sind und die globale Nachfrage nach Energie weiter steigt, werden auch die Preise dafür – von kurzfristigen Schwankungen einmal abgesehen – weiter steigen.
Gleichzeitig gibt es eine Energieform, die uns täglich kostenlos zur Verfügung steht – nämlich die Sonne. Zwar ist die diesbezügliche Technologie noch nicht so weit, dass wir heute schon den gesamten Energiebedarf Österreichs aus emissionsfreien Energiequellen wie Solarenergie (oder Wasserkraft) gewinnen können, als sinnvolle Ergänzung führt heute jedoch an der Solarenergie jedoch kein Weg mehr vorbei.

Ferienhotellerie profitiert
Das gilt insbesondere für die Ferienhotellerie, in der ja nicht notwendigerweise ein hoher Strombedarf vorherrscht, sondern die Energie vor allem zum Heizen bzw. für Warmwasser benötigt wird. Hier spielen die Kollektoren von TiSUN ihre Stärken aus.
So hat sich die Familie Grüner aus Obergurgl im vergangenen Jahr dazu entschieden, die Energiekosten für ihr Hotel Mathiesn nachhaltig zu senken und insgesamt 22 Großflächenkollektoren von TiSUN zu installieren. Weil das Hotel mitten im Ortszentrum steht, wurden sämtliche Kollektoren direkt am Objekt installiert, zwölf davon auf den sonnenseitigen Balkonen, zehn weitere am Dach.
Die Warmwasseraufbereitung erfolgt über vier Solarschichtspeicher Pro-Clean mit Sphärentauscher, die je 2.000 Liter Wasser erwärmen.
Dies kommt einerseits der Warmwasseraufbereitung des Hotels zugute, der jetzt zu über 50 % mit Solarenergie erfolgt. Gleichzeitig unterstützt die Solaranlage die Heizung des Hauses, die nach wie vor über eine Ölheizung erfolgt, da ein Kessel bereits vorhanden war.
Insgesamt konnte mit der Anlage ein solarer Deckungsgrad von 38,7 % erreicht werden.
Dass die Kollektoren von außen deutlich sichtbar sind, war übrigens keine Notlösung. Viele öko-bewusste Gäste wissen es sehr wohl zu schätzen, dass ihre Gastgeber auch auf die Umwelt schauen. Denn auch wenn Obergurl weit oben liegt und die Bedrohung der winterlichen Schneesicherheit durch die globale Erderwärmung nicht akut erscheint, erfordert die langfristige Erhaltung unserer Ökosysteme ein Umdenken bei der Energienutzung.

Guten Gewissens geniessen
So können die Gäste des Hotels Mathiesn (und des dazu gehörigen benachbarten Hauses Mathiesn) nach einem sonnigen Tag auf den Pisten guten Gewissens in die Sauna oder das Dampfbad des Wellnessbereichs gehen und sich wieder so richtig aufwärmen. Die dazu notwendige Energie kommt schließlich – vollkommen emissionsfrei – von der gleichen Sonne, die den Schnee auf den Pisten so richtig zum Funkeln bringt.

Hotel Mathiesn, Familie Roman Grüner,
6456 Obergurgl,
www.mathiesn.obergurgl.at


Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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