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Tourismus-Benchmarkstudie für Vorarlberg

06.07.2005

Im Rahmen der Arbeit am neuen Tourismuskonzept wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die Vorarlberg mit 20 anderen Regionen im Alpenraum vergleicht.

Gemeinsam mit Vorarlberg Tourismus-Direktor Christian Schützinger präsentierten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Tourismuslandesrat Manfred Rein Dienstag, 5.7.05, die Eckpunkte dieser vom Schweizer Institut BAK Basel Economics verfassten Studie.

Die Arbeiten für das neue Tourismuskonzept haben bereits begonnen.
Von der Struktur her ist eine Gliederung in zwei Teile vorgesehen,
informierte Landesrat Rein. Der erste Teil dient der
Standortbestimmung und soll zeigen wo Vorarlberg gut und richtig
positioniert ist, aber auch wo Verbesserungen möglich bzw notwendig
sind. Der zweite Teil ist der Zukunft des Tourismus in Vorarlberg
gewidmet - Rein: "Es gilt touristische Leitlinien zu definieren, das
touristische Angebot auf die Herausforderungen der Zukunft
auszurichten aber auch Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die für eine
positive und nachhaltige Entwicklung des Tourismus in Vorarlberg
notwendig sind". Das neue Tourismuskonzept soll bis Frühjahr 2006
fertiggestellt sein.

Studie: Vorarlberg im internationalen Vergleich

- Vorarlbergs Tourismuswirtschaft verbucht jährlich knapp 4,9
Millionen Nächtigungen in gewerblichen Betrieben. Damit steht
Vorarlberg im Alpenraum im Mittelfeld, aber noch vor bekannten
Ferienregionen wie das Tessin oder das Berner Oberland. "Inklusive
der Übernachtungen in Privatquartieren kommt Vorarlberg auf knapp
über acht Millionen Nächtigungen pro Jahr", so Rein.

- Der Tourismus erreicht insgesamt einen Anteil von rund 14 Prozent
am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ca. 12.000 Personen sind in Vorarlberg
in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beschäftigt, das entspricht
rund zehn Prozent der Arbeitsplätze im Land - LH Sausgruber: "Davon
profitieren insbesondere strukturschwache Regionen".

- Seit 1997 hat Vorarlberg kontinuierlich an Nächtigungen zugelegt.
Dies trotz der in den letzten Jahren zunehmend schwierigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hauptherkunftsmarkt
Deutschland. Die Entwicklung zeigt, dass die in Vorarlberg
eingeschlagene Richtung des Qualitätstourismus der richtige Weg ist,
um den Tourismus in einer Weise weiterzuentwickeln, der nicht nur
ökonomische, sondern auch soziale und ökologische Aspekte in den
Mittelpunkt stellt, betonte Rein: "Die Natur- und Kulturlandschaft
sind unser Kapital".

- Der nach wie vor dominierte Herkunftsmarkt der Gäste ist
Deutschland mit knapp 65 Prozent Marktanteil. Die weiteren
wichtigsten Auslandsmärkte, wenn auch mit beachtlichem Abstand, sind
die Schweiz mit einem Marktanteil von rund neun Prozent und die
Niederlande mit rund sieben Prozent. Österreich als Markt spielt mit
ca. elf Prozent Marktanteil ebenfalls eine bedeutende Rolle.
Großbritannien weist ein hohes Wachstumspotenzial auf.

- Der Vergleich zeigt die hohe Attraktivität Vorarlbergs im
Winter. Gerade da aber liegt Vorarlberg im Vergleich zu den
attraktivsten Ferienregionen zurück, stellte Tourismus-Direktor
Schützinger fest. Der Trend zum Zusammenschluss von Schigebieten -
Schützinger gab als Beispiel die Salzburger Sportwelt Amade an - ist
als Maßnahme zur Qualitätsverbesserung einzustufen und wird vom Gast
auch als solche wahrgenommen - Schützinger: "Zusammenschlüssen in
Vorarlberg sind jedoch auf Grund der Topographie enge Grenzen
gesetzt". Insgesamt, resümiert Schützinger, ist Vorarlbergs Tourismus
auf gutem Weg, "wir müssen uns aber weiter ordentlich anstrengen um
den Anschluss nicht zu verlieren".

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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