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Tourismusjahr 2013: Mit 132,6 Mio. Nächtigungen neuer Rekord

Tourismus in Europa trotzt den Krisen

28.11.2012

Berlin. ITB World Travel Trends Report prognostiziert steigende Zahlen für Reisen aus und nach Europa: Zahl der Reisen von Nordeuropäern weiterhin stabil, Südeuropäer aufgrund der Finanzkrise bei Reisen zurückhaltender

Die wirtschaftliche Lage Europas wirkt sich sehr unterschiedlich auf die Tourismus-Industrie des Kontinents aus, insgesamt ist die Entwicklung aber weiterhin erfreulich. Das ist eines der Ergebnisse des ITB World Travel Trends Report, der im Auftrag der ITB Berlin von IPK International erstellt wird. Demnach werden die Europäer auch 2013 noch mehr Reisen ins Ausland unternehmen. Gleichzeitig kann sich Europa auf mehr Ankünfte einstellen.

Um 14 Prozent mehr Städtereisen
Im laufenden Jahr erhöhte sich die Anzahl der Auslandsaufenthalte sowie der Ausgaben vor Ort um rund zwei Prozent. Gleichzeitig änderte sich das Reiseverhalten der Europäer – so ging der Badetourismus in diesem Jahr beispielsweise ein Prozent zurück, während Städtereisen um etwa 14 Prozent stiegen. Kurzreisen von ein bis drei Nächten nahmen um zehn Prozent zu, geschäftlich motivierte Auslandsaufenthalte stiegen um acht Prozent. Portugal, Spanien und Italien profitierten von einem Anstieg von Reisen aus Osteuropa. Italien verzeichnete einen Zuwachs im Incoming, also den Reisen in das eigene Land, um zwei Prozent. Es kamen mehr Besucher aus Russland oder Polen. Diese fingen die leicht fallende Zahl der Reisen aus Deutschland und Großbritannien auf. Ähnlich sieht es in Spanien und Portugal aus, mit einem Anstieg von jeweils drei Prozent im Incoming.

Europa bleibt ein atrraktives Ziel
Europa bleibt trotz politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen ein attraktives Ziel. Spanien, Deutschland und viele zentral- und osteuropäische Länder verzeichnen ein Wachstum von mehr als fünf Prozent an internationalen Besuchen (aus Europa und Übersee). Auch der schwache Euro und der starke Dollar trugen zur Beliebtheit von Europa als Reiseziel bei, beispielsweise bei US-Amerikanern. Auch Japan kehrt zurück auf die touristische Landkarte, denn das Land erholt sich zunehmend von den Katastrophen im Jahr 2011. Eine starke Bedeutung kommt neuen Märkten wie China, Indien und Brasilien zu, in denen die Mittelschicht stark wächst. Im nächsten Jahr wird deshalb ein Wachstum von ein bis drei Prozent an internationalen Besuchen in europäischen Zielen prognostiziert.

Vorsichtig optimistische Aussichten
Trotz angespannter Wirtschaftslage in Europa sind die Aussichten für das kommende Jahr leicht positiv. Insgesamt prognostiziert der ITB World Travel Trends Report ein moderates Wachstum von etwa zwei Prozent bei den Auslandsreisen der Europäer. Nur ein Drittel der Bewohner des Kontinents gibt an, dass sich die Krise 2013 auf ihr Reiseverhalten auswirken wird. Für Russland wird ein Anstieg von neun Prozent bei den Auslandsreisen prognostiziert, für Großbritannien und Deutschland wird ein Plus von fünf und drei Prozent erwartet. Die Zahl der Europäer, die 2013 mehr reisen möchten, liegt bei 28 Prozent. 21 Prozent gaben an, weniger verreisen zu wollen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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