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Tourismus gut gegen Arbeitslosigkeit

28.01.2016

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten und Zuwächse gab es in den tourismusintensiven Bundesländern: Tirol und Vorarlberg mit einem Plus von 0,1 %, Salzburg mit +0,2 %. Das sei ein Auftrag an die Politik, sagt die ÖHV.

Wo der Tourismus stark ist, gibt es weniger Arbeitslose

Die bundesweite Arbeitslosenquote von 9,1 % im Vorjahr unterbietet der Westen locker: Salzburg mit 5,9 %, Vorarlberg (wie Oberösterreich) mit 6,1 % und Tirol mit 7 %, so aktuelle Daten des AMS. „Der Tourismus ist eine mitarbeiterintensive Branche und wo Hotels sind, gibt es auch Aufträge für Gewerbebetriebe und Gäste, die Geld ausgeben. Das sieht man sehr gut an den Arbeitsmarktdaten“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung. Dass die Arbeitslosigkeit dort am niedrigsten ist, wo der Tourismus am bedeutendsten ist, überrasche nicht.

Mehr Nachfrage im Qualitätstourismus schafft Arbeitsplätze

Der Tourismus biete Sicherheit und Abwechslung zugleich: „Die Branche bietet eine unfassbare Vielfalt an Berufen mit internationalen Karrierechancen und Jobsicherheit auf lange Sicht. Diese Kombination ist unschlagbar.“ Leider sehen das viele Berufsanfänger anders, deshalb gibt es mittlerweile Nachwuchsprobleme im Bereich Koch und Kellner. Dazu kommen neue Berufsbilder für Digital Natives und den endlich als Lehrberuf (nach zehn Jahren Verhandlungen!) etablierten Hotelkaufmann/-frau.

In den vergangen 5 Jahren ist der Anteil der Beschäftigten im Tourismus an den Gesamtbeschäftigten am stärksten gestiegen. „Der Trend wird sich fortsetzen. Berufsbilder verschwinden, Arbeitsplätze werden abgebaut, die Nachfrage im Tourismus steigt und steigt – vor allem im mitarbeiterintensiven Top-Segment. Wenn Österreich hier offensiv in den Wettlauf um den Gast geht, bleiben wir auf der Überholspur“, ist Reitterer überzeugt. Und um die (künftigen) Mitarbeiter müssen sich nicht nur die Top-Betriebe kümmern, möchte man hinzufügen.

Immerhin bietet die Hoteliervereinigung heuer einen „Tag der offenen Hoteltür“: am 9. Oktober 2016 – einem Sonntag. Unter dem Motto „Eintreten, entdecken und erleben“ können an diesem Tag Schüler und Eltern einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter Top-Hotels werfen. „Da können wir nur mit Transparenz überzeugen. Das geht nur im persönlichen Gesprächen mit den Ausbildern am zukünftigen Arbeitsplatz“, erklärt Reitterer. Denn welcher Schüler mit 15 Jahren hat schon wirklich bewusst Hotelerfahrungen gemacht? Die meisten werden gar nicht ahnen, wie vielfältig Jobs in einem Hotel sind. ÖHV/tav

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