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Tourismus hat Zukunft

27.11.2003

Österreich baut seine internationale Position im Tourismus aus, trotz dieser guten Ergebnisse muss man schon an Morgen denken. Die Österreich Werbung tut es und präsentiert ihre Visionen.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsplatzmotor für Österreich: Mit einem Gesamt-Anteil von 5,5% am BIP im Jahr 2002 und pro Kopf-Einnahmen aus dem Reiseverkehr, in Höhe von 1.476 Euro, steht Österreich an der Spitze in der internationalen Einnahmenstatistik.

Für Tourismusminister Dr. Martin Bartenstein sind diese erfreulichen Daten Anlass, den Agenden der Tourismusdestination Österreich große Aufmerksamkeit zu schenken: „Mein Ziel als Tourismusminister: Österreichs Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern“.
Österreich liegt als Urlaubsland gut im Rennen. „Und wir bauen die Wettbewerbsposition aus“, so Minister Bartenstein. Die Zahlen des vergangenen Jahres bestätigen seine Einschätzung: Österreich gewann 2002, als einziges Land Europas (+7,3%) weiterhin markante Marktanteile und erreichte einen Wert von 5,8% von europäischen Gesamt-Reiseaufkommen. Im Vergleich zum Jahr 2001 bedeutet dies einen Zuwachs von 7,3%.

Informationsagentur ÖW
Dr. Arthur Oberascher, als Geschäftsführer der Österreich Werbung einer der führenden Köpfe der heimischen Tourismuswirtschaft, sieht gerade das von ihm geführte Unternehmen als zentralen Knotenpunkt und Wissensspeicher im österreischischen Tourismus-Netzwerk: „Wir verstehen uns als Informationsagentur, als Impulsgeber und Vermarkter der Tourismus-Destination Österreich“, so der ÖW-Chef. In zahlreichen Szenarienprozessen versucht die Österreich Werbung, Trends und Herausforderungen der Zukunft zu erkennen und Initiativen zu setzen, durch die Österreichs Tourismuswirtschaft in die Lage versetzt wird zu reagieren und zu agieren. „Das reicht bis hinunter zum Einzelbetrieb“, so Oberascher.

Risk-Management-Strategien federn Schwankungen ab
Umsatzschwankungen im Tourismus führen schnell zu massiven Ertragseinbrüchen. In einem klassischen Fixkosten-System, wie im Tourismus, sollten Investitionen in Zukunft grundsätzlich risikogerechter geplant werden. Darum muss ein Risk-Management auf betrieblicher, aber auch auf Destinationsebene entwickelt und aufgebaut werden.
„Wir arbeiten daher momentan an einem solchen Risk-Management-Ansatz und diskutieren gerade dabei verschiedene Szenarien, weltwirtschaftlicher Entwicklungen“, kommentiert Arthur Oberascher.

Nischenmärkte sind gefragt
Nischenmärkte werden in Zukunft im Tourismus an Bedeutung gewinnen, denn es wird zunehmend schwieriger, die Vielfalt der Bedürfnisse und Erlebniswünsche größerer Gästegruppen zu erfassen. Im Zeitalter globalen Informationstransfers ist daher die Aufbereitung des touristischen Angebotes – sowohl hinsichtlich Diversifikation als auch durch die Wahl der Kommunikationsmittel – von großer Bedeutung: „DDen typischen deutschen oder holländischen Gast gibt es nicht mehr“, erlautert ÖW-Chef Oberascher, „der Typus des „hybriden Konsumenten“ hat auch den Tourismus erreicht.“
Dabei ist auf eine durchgängige Qualität sowohl beim touristischen Angebot selbst als auch beim Informationstransfer zu achten.

Trends finden und entwickeln
Die Individualisierung in den Quellmärkten des Österreich-Tourismus schreitet voran. Die bisher noch weitgehend unentdeckte Konsequenz liegt in der exponentiellen Steigerung der Informationskompetenz der Gäste über touristische Angebote. Und in der großen Erfahrung unserer Gäste, die ein spezielles Urlaubsangebot suchen und finden wollen.

Wachsende Ansprüche auf der Kundenseite müssen aber durch entsprechende Angebotsgestaltung seitens der österreichischen Tourismuswirtschaft befriedigt werden. Betriebe und Destinationen werden sich daher – stärker als es bisher der Fall war – zu Spezialanbietern entwickeln müssen.

Der Schlüssel zur Vermarktung entsprechender Angebote lieggt für die Österreich Werbung dabei in gezieltem Affinity Group Marketing, dem neigungsgemäßen Ansprechen der Gäste. „Darum arbeitet die Österreich Werbung bereits seit längerem daran, die für professionelles Affinity Group Marketing notwendigen Voraussetzungen für die österreichische Tourismuswirtschaft zu schaffen“, kommentiert der ÖW-Chef.
Institutionen, die sich mit der touristischen Zukunft befassen
Das Institut für Tourismus- und Freizeitforschung (www.freizeitforschung.at) veröffentlicht jährlich die österreichische Tourismusanalyse.
Die Österreichische Gesellschaft für angewandte Fremdenverkehrswissenschaft (ÖGAF) (www.tourism.wu-wien.ac.at/oegaf) betreut die Gästebefragung Österreich (GBÖ) und die Tourismus Studien Österreich.
Das Statistische Zentralamt (www.statistik.at) veröffentlicht immer wieder Tourismus-Zahlen und -Trends.
Die Österreich Werbung (austria-tourism.at) gibt auch immer Auskünfte über die neuesten Trends und den entsprechenden Untersuchungen dazu.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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