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Tourismus-Jobs sind gefragt wie nie

12.08.2008

Sowohl Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Karrierechancen sind im Tourismus besser denn je. Daher ist die Branche gerade für junge Leute besonders attraktiv. Nur die Inflation dämpft ein wenig die Hochstimmung. Die ÖHV fordert daher so wie Gewerkschaftsvorsitzender Rudolf Kaske, dass die Lohnkosten gesenkt und Trinkgelder nicht besteuert werden.

"Vor wenigen Wochen war die Gewerkschaft hoch erfreut über die KV-Abschlüsse, jetzt kritisiert vida-Vorsitzender Rudolf Kaske die Bezahlung. Wie soll man das verstehen?" Diese Frage stellen Peter Peer und Sepp Schellhorn, Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Das Lohnniveau in der Branche sei höher denn je, doch noch stärker sei die Inflation gestiegen: "Wir unterstützen daher Kaskes Aufforderung an die Politik, endlich zu handeln: Lohnkostensenkung und Steuerfreiheit für Trinkgelder! Das würde unseren Mitarbeitern helfen!"

Tourismus für Jugend enorm attraktiv

Dass Frauen-Karrieren im Tourismus benachteiligt würden, weisen die Präsidenten zurück: "Das kann sich bei der Arbeitsmarktsituation niemand leisten. Her mit Frauen und Männern, mit in- und ausländischen, für alle Positionen! Je erfahrener und qualifizierter, desto besser!" Bessere Rahmenbedingungen für Wiedereinsteigerinnen lägen im Interesse der Branche: "Bei der Kinderbetreuung herrscht Handlungsbedarf. Aber für eigene Betriebskindergärten sind unsere Unternehmen zu klein." Immer öfter würde die Kinderbetreuung für Gäste auch Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Der hohe Anteil unter 30-Jähriger sei positiv zu bewerten: "Keine andere Branche ist so attraktiv für junge Leute, die gut verdienen und dabei noch Spaß haben wollen!" Der Tourismus verzeichnet einen Beschäftigungsrekord nach dem anderen: Waren im Juni des Vorjahres 175.000 Mitarbeiter beschäftigt, waren es heuer über 190.000. Gleichzeitig hat es noch nie so viele offene Stellen gegeben wie im heurigen Juni.

Jobwechsel für Unternehmer sehr belastend

Falsch sei, die häufigen Jobwechsel den Arbeitgebern in die Schuhe zu schieben: Für sie stellt die Fluktuation nur eine Belastung dar. Mitarbeiter orten darin dagegen oft eine Chance: "Wer aufsteigen oder mehr verdienen will, wechselt oft ganz einfach den Job. Der Betrieb bleibt über. Für den ist das nur teuer."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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