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Tourismus in Zeiten der Sanktionen: Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKÖ, Elisabeth Udolf-Strobl, Sektionschefin im BWMFW, Dmitrij Ljubinskij, Botschafter der Russischen Föderation in Österreich, Alla Manilowa, Vizeministerin für Kultur, Russland, und Taleb Rifai, Generalsekretär der UN-Welttourismusorganisation, eröffneten Mitte Jänner das Tourismusjahr Österreich-Russland 2017.

Tourismus will Russen zurückholen

25.01.2017

Im ersten Halbjahr 2016 reisten um 19 Prozent weniger russische Besucher nach Österreich als im Vorjahreszeitraum. Das gemeinsame Tourismusjahr 2017 soll die Beziehungen der beiden Länder wieder intensivieren

Russland und Österreich widmen das Jahr 2017 dem Tourismus. An der Eröffnungs-Pressekonferenz des bilateralen Tourismusjahres auf der Wiener Ferienmesse nahmen hochrangige Vertreter beider Länder teil, darunter Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKÖ, Elisabeth Udolf-Strobl, Sektionschefin im BWMFW, Dmitrij Ljubinskij, Botschafter der Russischen Föderation in Österreich, und Alla Manilowa, Vizeministerin für Kultur, Russland. Taleb Rifai, Generalsekretär der UN-Welttourismusorganisation, betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des gemeinsamen Tourismusjahres und nannte es „einen Schritt in die richtige Richtung“. Er unterstrich auch die enorme Bedeutung des Tourismus zur Förderung gegenseitiger Toleranz. 

Tourismus als Eisbrecher

„Bereits vor zwei Jahren gab es Gespräche darüber, wie wir die Beziehungen zwischen Österreich und Russland verbessern können, denn diese haben sich nach den EU-Sanktionen stark verändert. Das Thema Tourismus ist nicht zufällig aufgekommen“, sagte Dmitri Ljubinski, der russische Botschafter in Wien. In der Strategie gegen den Abwärtstrend habe der Kulturbereich einen großen Stellenwert eingenommen, und die Maßnahmen sollen langfristig wirken. Eine leichte Aufwärtsbewegung sei bereits jetzt zu erkennen. „Im November 2016 gab es erstmals wieder eine Steigerung bei den Nächtigungen aus Russland“, sagte WKO-Vizepräsidentin Martha Schultz. Sie hofft auf weitere Kooperationen, um auch Anreize für Regionen, die in Russland nicht so bekannt sind, zu schaffen. 

Mit zahlreichen Projekten wollen Österreich und Russland den seit 2014 anhaltenden Abwärtstrend im Tourismus gegensteuern. Seit dem Frühjahr 2016 hat ein Team aus 60 Personen ein Angebot vor allem von Kulturveranstaltungen und sogenannten „Reiserouten“ – dreitägige Trips mit kulturellem und historischem Schwerpunkt – zusammengestellt. 2018 sollen diese Kulturrouten im Europarat präsentiert werden, der sich laut Malinowa interessiert gezeigt habe.

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