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Tourismus wissenschaftlich betrachtet

18.02.2010

Sonderthema Bildung. Das Studium am Institut für Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftsuniversität Wien beruht auf forschungsorientierter Lehre, sprich die richtige Kombination aus Handwerksezeug und Auseinandersetzung mit realwirtschaftlichen Problemen. WU-Tag der offenen Türe am 5. März 2010.

Sogar in den fortschrittlichsten Gesellschaften werden Tourismus- und Frei-zeitbetriebe ohne wissenschaftliche Grundlage erfolgreich geführt. Unge-achtet von Forschungsergebnissen und formeller akademischer Ausbildung kann man als Unternehmer/in äußerst erfolgreich sein. Wenn der Wettbe-werb allerdings global wird und Investitionsrisiken steigen, dann nimmt auch der Bedarf nach kumulierter "Wissensproduktion" zu. Ab diesem Punkt beginnt es sich auszuzahlen, wissenschaftlichen Regeln zu folgen.

Die Basis für neue Ansätze

Um den Bedürfnissen der Tourismus und Freizeitwirtschaft gerecht zu wer-den, versucht das ITF, die Balance zwischen Grundlagen- und Angewandter Forschung zu halten. Ohne Grundlagenforschung werden langfristig keine völlig neuen Ideen entstehen. Ohne angewandte Forschung findet kein Wis-senstransfer statt. Das Studium am ITF beruht auf forschungsorientierter Lehre. Es ist in so genannte Grundkurse und Vertiefungskurse gegliedert. In den Grundkursen wird das Handwerkszeug erlernt, welches dann in den Vertiefungskursen anhand realwirtschaftlicher Probleme angewandt wird. Marketing, Marktforschung und eTourism sind langfristige Themenschwerpunkte. Diese Bereiche haben sowohl für das Studium als auch für die Pra-xis eine Menge zu bieten.

Abstrakte intellektuelle Herausforderung

Da die Managementprobleme nicht in kleinen, intradisziplinär sauber verpackten Portionen daherkommen, versteht es sich von selbst, dass über disziplinäre Grenzen hinweg (Betriebswirtschaft, Statistik, Informatik) zusammengearbeitet werden muss. Das Untersuchen von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen und die Ver-besserung von Datenerhebungs- und Auswertungstechniken in der empiri-schen Forschung, um zuverlässigere Entscheidungshilfen bereitstellen zu können, sind unsere Hauptanliegen. Deshalb werden in unserem Ausbildungsprogramm jene Kompetenzen betont, welche nicht ohnehin viel bes-ser "on the job" erlernt werden können, sondern welche entweder auf einer Universität erworben werden oder überhaupt nie. Wir sind überzeugt, dass universitäre Ausbildung langfristig nur florieren kann, wenn sie stark forschungsgetrieben ist und wenn sie die abstrakte intellektuelle Herausforde-rung über die Tagesaktualitäten stellt. Wenn man die Anzahl der Forschungsanfragen als gültigen Feedback-Indikator versteht, dann scheint dieses Konzept gut zu funktionieren.

Tag der offenen Türe:
WU Open House Day
am 05.03.2010 von 08.30 Uhr bis 15.00 Uhr

Weitere Informationen bei ITF - Institute for Tourism and Leisure Studies
Vienna University of Economics and Business Administration (WU Wien), Augasse 2-6, 1090 Wien, Tel. 01/31336-4586, Mail to: tourism@wu-wien.ac.at, Internet: www.wu.ac.at/itf/

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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