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Tourismusausschuss im Parlament

12.12.2006

Zwei Monate nach der Nationalratswahl hat das Parlament eine Entscheidung für die neue Gesetzgebungsperiode getroffen: mit einem eigenen Ausschuss wird dem Tourismus jener politische Stellenwert eingeräumt, der ihm gebührt. Der Ausschuss muss sich aber aktiv den tourismus- und freizeitpolitischen Themen widmen.

"Die Interessen, Anliegen und Forderungen der Branche verdienen eine Auseinandersetzung mit der Politik auf parlamentarischer Ebene", zeigt sich Peter Peer, CoPräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), über den Ausschuss erfreut. So könne die "Querschnittsmaterie" Tourismus eine einheitliche und durchgängige koordinierte Behandlung erfahren. Für die ÖHV ist die Bildung des Ausschusses ein überaus positives Zeichen. Stehen doch wichtige Themen an, mit denen sich der Tourismusausschuss beschäftigen soll.

Themen drängen sich auf:

Mit für den Tourismus wichtigen Themen, wie der Erstellung eines Tourismus Masterplanes, dem touristischen Arbeitsmarkt und der Schaffung von Anreizen für Investitionen hätte der Ausschuss ein breites Aufgabenspektrum. Diese Themenkomplexe sind für den Tourismusstandort Österreich von immenser Bedeutung.

"Die Internationalisierung und Erschließung neuer Märkte erfordert die absolute Koordination bei der Bewerbung Österreichs; das Budget der Österreich Werbung (ÖW) muss jährlich um zehn Millionen Euro für die Erschließung der Fernmärkte erhöht werden. Der Masterplan kann dazu beitragen, Doppelgleisigkeiten zwischen ÖW und Landestourismusorganisationen zu verhindern," sieht ÖHV-CoPräsident Sepp Schellhorn ein wichtiges Betätigungsfeld für den Ausschuss.

Obwohl die Beschäftigung im Tourismus steigt und damit ein Jobmotor ist, nimmt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit zu. Es stehen daher zahlreiche Maßnahmen, die den touristischen Arbeitsmarkt betreffen, an: etwa Flexibilisierung der Arbeitszeit. Mit einer Neudefinierung der Normalarbeitszeit und einer Durchrechnungsmöglichkeit der Überstunden und Urlaube für Ganzjahresbetriebe auf ein Jahr könnte die Tourismusbranche noch effizienter agieren.

Investitionsanreize schaffen:

Zur Zeit gibt es in Österreich keine steuerlichen Investitionsbegünstigungen für die Hotellerie. "Der vor einigen Jahren abgeschaffte Investitionsfreibetrag (IFB) sollte wieder eingeführt werden und zehn bis 20 Prozent betragen. Seine Wiedereinführung wäre mit geringem verwaltungstechnischem Aufwand verbunden und die gesamte Tourismus- und Freizeitwirtschaft würde erheblich profitieren", zeigt ÖHV-CoPräsident Peer ein weiteres Thema
auf, mit sich der Ausschuss beschäftigen sollte.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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