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Tourismusbetriebe fürs Internet "fit" machen

15.05.2009

Das Vorarlberger Kleinwalsertal war am Dienstag bereits zum fünften Mal Schauplatz für innovative Strategien und Erfahrungen in der Tourismusbranche: Über 100 interessierte Touristiker tautschten sich zum Thema "elektronischer Tourismus" aus - und erfuhren, welche Modelle Zukunft im Tourismus haben.

"Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun", eröffnete Mag. Alexander Fritsch, Obmann der "eTourism Foundation", mit einem Goethe-Zitat die Fachtagung im Kleinwalsertal. Unter diesem Motto wurden mit dem "eTourism Foundation Dialog" und der Abendveranstaltung "Walser Impulse" gleich zwei Fachsymposien an einem Tag veranstaltet. Die neu gegründete "eTourism Foundation" mit dem Sitz im Kleinwalsertal übernahm dabei die Schirmherrschaft. Der gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den elektronischen Tourismus im Alpenraum zu professionalisieren.

Wie sieht die optimale Online-Kommunikation im Tourismus aus?

"Nutzen Sie alle vorhandenen Möglichkeiten, die das Internet bietet", propagierte Georg Ziegler eindringlich. Der "B2B"-Manager des größten deutschsprachigen Hotel-Bewertungsportales "Holidaycheck", erläuterte: "nur wer gefunden und positiv wahrgenommen wird, wird am Schluss auch gebucht." Dabei nimmt das Thema Hotel-Bewertung einen immer größeren Stellenwert ein - durchaus zum Nutzen der Hoteliers: Bei 80 Prozent der Bewertungen wird das besprochene Hotel weiterempfohlen. In der detaillierten Beurteilung sind dann allerdings schon die einen oder anderen Schwachstellen zu entdecken. "Diese ausführliche Kritik macht das Ganze ja auch glaubwürdig", hält Ziegler fest.

Studien zeigen, dass sich rund 70 Prozent der potenziellen Gäste vor der Buchungsentscheidung im Internet informieren. Dr. Roman Egger, Leiter der Tourismusforschung an der Fachhochschule Salzburg und Referent beim Symposium ergänzt: "Wie Untersuchungen zeigen, sinkt bei Intensivnutzern die Aufmerksamkeit bereits nach neun Sekunden rapide." Einig waren sich die Experten in der Frage, welche Rolle dabei die lokalen Tourismusorganisationen spielen müssen: "Tourismus- und Destinationsorganisationen müssen als 'Zugpferde' nicht nur selbst das Internet bestmöglich nutzen, sondern auch die Betriebe in der Region fürs Internet fit machen", fasst Egger die Ergebnisse der Diskussion zusammen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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