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Tourismusbranche kein Kostentreiber

11.04.2011

St. Anton. Eine IHS-Studie bestätigt, dass sowohl die Hotellerie als auch das Gastgewerbe von der Teuerung überproportional betroffen sind. Die Kosten werden aber nicht ein zu eins an die Gäste weitergegeben.

"Nach einem tollen Saisonstart ist insbesondere  der Februar unerwartet enttäuschend verlaufen", kommentierte Hans  Schenner, Obmann der Bundesssparte Tourismus und Freizeitwirtschaft  in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Wochenende vor  Journalisten in St. Anton den bisherigen Saisonverlauf. Deshalb  rechne er mit einem in etwa gleich gutem Wintersaison-Ergebnis wie  im vergangenen Jahr. Vom beinahe sommerlichen Aprilwetter  profitieren, so Schenner, vor allem die Seengebiete, die Wellness- und Stadthotellerie. Viele von ihnen werden schon zu Ostern in die  Sommersaison starten.  

Personal und Sachleistungen stark gestiegen
Dass der Winter nicht ganz so gut gelaufen ist, habe aber nichts mit den Kosten zu tun, ist Schenner überzeugt: "Die Branche ist kein Kostentreiber!" Das bestätige eine aktuelle Erhebung der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) zur Entwicklung der Preis- und Kostenindizes im Beherbergungs-und Gaststättenwesen. Während die Preise für touristische Leistungen (Übernachtungen, Speisen, Getränke, etc.) von 2005 bis 2010 um durchschnittlich 12,4 Prozent gestiegen sind, mussten die Tourismusbetriebe im selben Zeitraum für Personal und Sachleistungen eine überproportionale Preissteigerung von 14,3 Prozent in Kauf nehmen. Dies beinhaltet vor allem die Tariflöhne in der Branche (13,5 Prozent Preisanstieg) und die gewichteten Preise für Vorleistungen und Investitionen (14,9 Prozent Preisanstieg). "Bemerkenswert dabei ist, dass unsere Betriebe ihre überdurchschnittlich gestiegenen Kosten nicht eins zu eins an ihre Gäste weitergegeben haben", resümierte der Tourismus-Sprecher.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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