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Tourismusenquete im Zeichen von Haydn

09.12.2008

Der Vorstand von Burgenland Tourismus und die Delegierten zur Tourismuskonferenz präsentierten am Dienstag, 2. Dezember 2008 im Franz Liszt Zentrum in Raiding die Bilanz des Jahres 2007 und beschlossen gleichzeitig das Budget für 2009. Die zentralen Themen der anschließenden Tourismusenquete waren das Haydn-Jahr 2009 aber natürlich auch die internationale Finanzkrise.

Rund 300 Gäste waren der Einladung von Burgenland Tourismus zur alljährlichen Tourismusenquete in Liszts Geburtsort Raiding gefolgt. Traditionell widmet sich die Enquete neben einer Rückschau auf das Tourismusjahr aktuellen touristischen Themen und Entwicklungen.

Ein Fest für Haydn

Ein Fest für Haydn soll das Jubiläumsjahr 2009 werden, in dem sich der Todestag des Komponisten zum 200. Mal jährt. Ein Gesamtbudget von 10 Millionen Euro, darunter 2 Millionen Euro Sonderbudget vom Bund, steht für die internationale Promotion sowie zur Abwicklung zur Verfügung, wie Kulturlandesrat Helmut Bieler, Vizepräsident von Burgenland Tourismus, berichtete. Man habe ein hochkarätiges Programm auf die Beine gestellt und wolle durch gezielte Marketing- und Werbemaßnahmen auch internationale Besucher anlocken. "Ich erwarte mir, dass das Burgenland vom Haydn-Jahr nachhaltig profitiert. Wir wollen auf unser Kulturangebot aufmerksam machen und das Profil des Burgenlandes als Kulturdestination noch mehr schärfen" nennt Bieler seine Erwartungen für das Haydn-Jahr.

Panikreaktionen vermeiden

Landeshauptmann Hans Niessl, Präsident von Burgenland Tourismus, zog in seinem Rückblick eine positive Bilanz. Nach dem Rekordjahr 2007, das der Tourismuswirtschaft mit 2,7 Millionen Nächtigungen das beste Ergebnis der Geschichte beschert hat, werde man auch 2008 auf hohem Niveau beenden. "Die Tourismuswirtschaft wird von der Krise sicher nicht verschont bleiben, Panikreaktionen sind jedoch kontraproduktiv. Wir haben mit den Investitionen in die Gesundheits- und Thermeninfrastruktur und in die Sportstätten wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Es ist uns auch gelungen, einen Ganzjahrestourismus zu etablieren. Damit sind wir jetzt auch gut aufgestellt", stellte Landeshauptmann Niessl fest. Mit hoher Angebotsqualität und ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis werde sich die burgenländische Tourismuswirtschaft auch in Krisenzeiten behaupten, zeigte sich Niessl überzeugt. "Wir werden uns verstärkt um den Inlandsgast bemühen, der immerhin fast drei Viertel unserer Nächtigungen ausmacht, aber auch weiterhin um Gäste aus den Nachbarländern werben. Das Burgenland bietet sich als sichere, perfekte Kurzurlaubsdestination an."

Chance für das Burgenland

Dr. Ewald Walterskirchen, anerkannter Wirtschaftsforscher und wissenschaftlicher Mitarbeiter am WIFO, sieht Österreich angesichts des hohen wirtschaftlichen Ausgangsniveaus im Vorteil, was die möglichen Auswirkungen der Finanzkrise betrifft. Ein Rückgang der Nächtigungen und der realen touristischen Umsätze sei jedoch zu erwarten, am stärksten werde der Städtetourismus betroffen sein. "Die Österreicher werden verstärkt im eigenen Land Urlaub machen, davon kann das Burgenland profitieren", sieht Walterskirchen eine Chance für den heimischen Tourismus. Noch mehr Qualität, Authentizität, Betonung der Besonderheiten des Landes, aber auch Freundlichkeit und ansprechender (Internet)Auftritt seien wichtige Faktoren für künftigen Erfolg in der Krise.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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