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Tourismusinformationen am Prüfstand

01.12.2010

Wien. Der Öamtc testete 100 Tourismusinformationen in Österreichs Skiregionen. Die Anfragen wurden zum Großteil schnell beantwortet. Die detaillierten Anfragen gingen dagegen bei fast allen unter. Nur vier Tourismusinformationen beantworteten die Spezialfragen.

Die Schisaison ist so gut wie eröffnet und in mehrals 800 Wintersportorten in Österreich werden letzte Vorbereitungengetroffen, um dem Ansturm der Urlauber standhalten zu können. "DieTourismus-Informationsbüros, die mit kompetenter Beratung zahlreicheGäste in die Urlaubsdestinationen locken sollen spielen dabei einewichtige Rolle", weiß ÖAMTC-Touristikexpertin Silvie Bergant. Wieschnell die Mitarbeiter der Büros reagieren und wie wertvoll dieInformationen sind, hat die ÖAMTC-Touristik getestet. Mittels einesvermeintlich privaten E-Mails an 100 Tourismusbüros wurde einekonkrete Zimmeranfrage für die Semesterferien gestellt und nachInformationen über Kinderschikurse sowie alternativen Angeboten fürNicht-Schifahrer gefragt.  

Tirol und Vorarlberg haben die Nase vorne
"Die Ergebnisse waren teils überraschend", sagt die ÖAMTC-Expertin. Der Rücklauf lag bei insgesamt 91 Prozent. Absolute Sensation ist jedoch, dass 88 Prozent der Tourismusbüros ihre Antworten noch am selben Tag geschickt haben. Die Qualität der Antworten variierte jedoch erheblich. Den ersten Platz beim ÖAMTC-Servicetest belegen der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen, Zentralbüro St. Johann (Tirol), Lech-Zürs Tourismus (Vorarlberg) und Schwarzenberg Tourismus (Vorarlberg). Diese drei Tourismusbüros erreichten jeweils 19 von 20 Punkten. Bewertet wurde die Reaktion auf die E-Mail-Anfrage, das konkrete Zimmerangebot, das persönliche Anschreiben und die Antwort auf die Detailfragen zu Schikursen und Nichtschifahrer-Programmen.Mit 18 Punkten liegen der Tourismusverband Ausseerland (Steiermark),der Tourismusverband Tux-Finkenberg (Tirol) und der TourismusverbandWilder Kaiser (Tirol) auf dem zweiten Platz. BundeslandSalzburg-Sieger ist der Kur- und Tourismusverband Bad Gastein, dersich im österreichweiten Ranking Platz drei mit dem TourismusverbandHaus im Ennstal (Steiermark), der Tourismusinformation Wildschönau(Tirol), der Zillertal Arena, Zell am Ziller (Tirol) und demWarth-Schröcken Tourismus (Vorarlberg) teilt.Unter den wenigen Informationsbüros, die nicht auf die Anfragereagiert haben, sind auch wohlbekannte Namen. So zum Beispiel derTourismusverband Obertauern (Salzburg), der TourismusverbandSaalbach-Hinterglemm (Salzburg), der Tourismusverband Galtür (Tirol)und der Tourismusverband Heiligenblut (Kärnten). 

Große Differenzen bei der Qualität
Große Unterschiede gab es hinsichtlich der Qualität der Antworten.Meist werden Hotelanfragen in einem speziell für solche Anliegeneingerichteten Buchungssystem eingegeben. Der weitere Vorgang istsehr unterschiedlich. Mehr als ein Drittel der Tourismusinfos (37Prozent) setzt selbst keine weiteren Schritte, sondern überlässt esden Pensionen und Hotels, dem potenziellen Gast Angebote zuunterbreiten. Zwar funktioniert diese Vorgangsweise und der Urlaubererhält jede Menge Hotelangebote, allerdings besteht hier die Gefahreiner wahren Mailüberflutung. "Außerdem ersetzen solche Angebote derHotelbetreiber nicht die persönliche Empfehlung seitens des Tourismusbüros", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Manche Tourismusbürosstellen selbst oder mit Hilfe des Buchungssystems eine Auswahlzusammen und verschicken diese entweder in einem persönlichen Mailoder über das System in Form eines automatisierten Antwortmails.Insgesamt erhielt die ÖAMTC-Touristik von 58 Prozent der Mitarbeiterin Tourismusinformationen entsprechende Nächtigungsangebote. 

Desinteresse bei individuellen Anfragen
Ernüchternd waren die Ergebnisse bei den Antworten auf diegestellten Detailfragen. Nur vier Tourismusinformationen haben beider Frage nach Kinderschikursen und Programmen für Nichtschifahrerdie volle Punkteanzahl (sechs Punkte) erreicht. "Viele Tourismusbürosschickten nur einen weiterführenden Link, zum Beispiel zur Webseiteeiner Schischule. In 15 Prozent ist auf die individuellen Fragen garnicht reagiert worden", kritisierte die ÖAMTC-Expertin. "Generell hat sich mit dem Internet das Informationsverhalten der Urlauber zwar wesentlich geändert, dennoch sollten die Touristikbüros auf Wunsch individuelle Fragen beantworten, vor allem, wenn diese dezidiert gestellt werden", rät die ÖAMTC-Expertin. Denn wer sich einen Wintersport-Urlaub leistet, entscheidet sich bei ähnlichem Preis-Leistungs-Verhältnis wohl eher für das Schigebiet, das freundlich, kompetent, prompt und mit etwas Charme präsentiert wird.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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