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Tourismusorte auf dem Prüfstand

09.03.2007

Der MysteryCheck gehörte auch heuer auf der ITB Berlin zu den Top-Themen. Im Laufe der letzten drei Jahre hat sich die anonyme Befragung von Tourismusorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch die IRS Consult AG und der Elvia Reiseversicherung in der Branche etabliert. Dieses Jahr wurde 4.952 Tourismusorten mittels konkreter Angebotsanfrage via E-Mail auf den Zahn gefühlt.

Insgesamt war zu erkennen, dass sich die Service-Qualität der Tourismusorte im Vier-Jahresvergleich auf gutem Niveau stabilisiert hat. Gleichzeitig gab es eine positive Tendenz bei der Unterbreitung konkreter Angebote. Die Prozentquote stieg von 9,9 Prozent im Jahr 2006 auf 12,5 Prozent. Damit waren es um 133 Orte mehr als im Vorjahr, die zielgerichtet auf die Gästeanfrage reagierten. Hand in Hand damit geht die Verbesserung bei den persönlichen Anschreiben. Im Vier-Jahresvergleich ist die Quote der Tourismusorte, die sich namentlich an ihre potentiellen Gäste wenden von 67,6 Prozent auf 73,7 Prozent gestiegen.. Im Gegensatz dazu steht der Rücklauf auf die Anfragen. Dabei gab es erstaunlicher Weise einen Rückgang von 3,5 Prozent auf eine Antwort-Quote von 66,6 Prozent gegenüber 2006. Nummer Eins im Antworten ist nach wie vor Deutschland mit einer Antwort-Quote von 81,5 Prozent, mit einem ordentlichen Abstand zu Österreich (60,1 Prozent) und der Schweiz (53,1 Prozent). Negativ ins Gewicht fiel auch die Qualität der Antworten. Viele der Mail-Antworten waren in einem schlechten Deutsch verfasst, was den Schluss zulässt, dass sich die Leute bei E-Mail-Antworten weniger Mühe geben als bei Antworten per Post
Insgesamt nahm die elektronische Form der Kommunikation seit 2004 in den Tourismusorten um 10 Prozent von 38,8 auf 48,8 Prozent erheblich zu. Gekoppelt daran verringerte sich der Postversand von 50,2 Prozent auf 32,7 Prozent. Nach der Devise "doppelt hält besser" verschicken aber immer mehr Orte sowohl per E-Mail als auch per Post.
Höchst erstaunlich in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass dagegen die Prospektflut immer mehr zunimmt. So hat sich die durchschnittliche Anzahl der Prospekte pro Sendung im Untersuchungszeitraum von 5,2 auf 7 Broschüren erhöht. Den absoluten Spitzenplatz im Prospektverschicken hat sich in diesem Jahr eine Sendung mit 68 Broschüren gesichert. Diesbezüglich können sich die Österreicher und Schweizer aber ruhig zurücklehnen: die Zunahme der Prospekte geht auf Deutschland zurück.

Alice Rienesl
ITB Berlin

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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