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Treffen der Europäischen Hotel- und Restaurantverbände in Wien

14.10.2005

Eine Vielzahl aktueller Branchenthemen, von den Steuern bis zur heftig umstrittenen Frage des Rauchverbots in Gaststätten, steht auf der Agenda des Europäischen Hotel- und Restaurantverbandes "Hotrec" ("Hotels, restaurants & cafés in Europe"), der zu seiner jährlichen
Generalversammlung in Wien zusammenfand.

Der Organisation gehören 36 nationale Verbände aus 22 Ländern an. Österreich ist durch die Fachverbände Hotellerie und Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich sowie durch den Veranstalterverband in Fragen des Copyrights vertreten.

Österreich ist Gastgeberland dieser wichtigen Tagung, da unser
Land im kommenden Halbjahr die EU-Präsidentschaft innehat. Der
Teilnehmerkreis setzt sich aus den Präsidenten und Geschäftsführern
der nationalen Organisationen zusammen. Aufgabe der HOTREC ist es,
gemeinsam mit den Mitgliedsländern die gesetzgeberischen Maßnahmen
auf EU-Ebene zu beobachten und eine koordinierte Position zu
vertreten.

Heute, Donnerstag, stehen Seminare zu den Themen
Hotelklassifizierung (als Marketinginstrument) und
Qualitätsmanagement auf dem Programm. Die im Hotel Le Meridien
stattfindende Tagung wird morgen Vormittag mit einem Seminar über
Fragen der Standardisierung fortgesetzt. Österreich steht, wie der
Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ. Komm.Rat Helmut
Hinterleitner, dazu erklärt, einer weitergehenden Standardisierung im
Bereich der Dienstleistung ablehnend gegenüber. "Wir leben von der
Vielfalt dieses kleinstrukturierten Sektors. Dieser ist manchmal
durch Überregulierungen bedroht". Erfreulicherweise sei hier, so
Hinterleitner, in letzter Zeit ein gewisses Umdenken festzustellen.
"Die Position der Kleinen wird zunehmend anerkannt"

Der Obmann des Fachverbandes Hotellerie, Klaus Ennemoser, verweist
in einem Überblick auf die große Bedeutung des Tourismus für die
heimische Wirtschaft. Beachtlich sei der hohe
Internationalisierungsgrad. Der Anteil der Ausländernächtigungen
liegt bei 63 Prozent. Derzeit gibt es in Österreich rund 69.000
private und gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit insgesamt 1,2
Millionen Betten. 14.000 dieser Betriebe sind Hotels (Hotels oder
ähnliche Betriebe, Definition Statistik Austria) mit einer Kapazität
von 550.000 Betten. Die Hotels haben einen Anteil von 20 Prozent an
den gesamten Beherbergungsbetrieben, stellen aber 46 Prozent aller
Betten zur Verfügung. Das Rückgrat der Branche sind die Klein- und
Mittelbetriebe. Sie stellen 99 Prozent aller Betriebe und
beschäftigen 95 Prozent aller Arbeitnehmer. Der Tourismus
beschäftigte 2004 rund 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das
entspricht einem Anteil von 5 Prozent aller Arbeitnehmer in
Österreich.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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