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Trendumkehr bei der Reiseplanung

16.09.2005

Fixe Reisen nehmen bei Familien mit Kindern aus Spargründen kontinuierlich ab.

Das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung in Wien hat das Reiseverhalten der Österreicher mit einer groß angelegten Langzeitstudie (von 1997 bis 2005) genauer unter die Lupe genommen. Die Details sind bemerkenswert.

Reisefreudige junge Damen
Familien mit Kindern, die bisher die „entschlossensten Reiseplaner“ waren, sind seit dem Jahr 2004 unentschlossener in ihrer Reiseplanung. Das Hauptmotiv scheint in der Absicht „Geld sparen“ zu finden zu sein. Nichtsdestotrotz verreisen Familien mit Kindern unter 15 Jahren tatsächlich mehr als die übrige Bevölkerung. Der Durchschnitt in den Jahren 2000 bis 2005 liegt bei Familien bei 54,6 Prozent, während der Durchschnitt der übrigen Bevölkerung 52 Prozent ausmacht. Die höchste Reiseintensität weisen im Jahresvergleich 2000–2004 jedoch Familien ohne Kindern (durchschnittlich 61 Prozent) und die Bevölkerungsgruppe der leitenden Angestellten bzw. höheren Beamten (71 Prozent) auf. Interessant ist auch der Unterschied zwischen Paaren und Ledigen. Paare sind eindeutig die konsequenteren Planer, wobei die Reisebereitschaft dieser Zielgruppe über die Jahre hinweg konstant anstieg – ausgenommen 2005, da waren sich auch Paare erstmals nicht mehr so sicher. Die Unsicherheit bei der Reiseplanung wächst hingegen stetig bei den Ledigen, was so viel bedeutet, dass sie immer kurzfristiger planen. Das gilt auch für Geschiedene und getrennt lebende Personen. Von der Gruppe der „Singles“ verreisen verwitwete Personen am wenigsten, wobei bei ihnen aber in den letzten Jahren ein Anstieg der Reiseintensität zu verzeichnen ist. Im Vergleich der Geschlechter gibt es auch interessante Ergebnisse: Während Frauen als Jugendliche reisefreudiger sind als ihre männlichen Alterskollegen, packt dafür Männer ab dem 65. Lebensjahr stärker die Reiselust als Frauen der gleichen Altersgruppe. Spannendes Detail dabei: In den 90er-Jahren war die Quote zwischen den Geschlechtern noch deutlich ausgeglichener.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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