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Trotz Gästezuwachs weniger Übernachtungen

27.05.2010

Wien. Die Wintersaison 2009/2010 hat dem heimischen Tourismus ein Übernachtungsminus beschert, obwohl die Anzahl der Ankünfte zugenommen hat. Die Ausfälle der Ausländer wurden von den Österreichern selbst kompensiert.

Mit 62,6 Mio. Übernachtungen (minus 0,4 Prozent) habe es aber immer noch das drittbeste Ergebnis in der Geschichte des heimischen Wintertourismus (November bis April) gegeben. Bei den Ankünften gab es mit 15,37 Mio. (plus 1,6 Prozent) einen Rekord. Das Urlaubsverhalten der Österreicher hat letztlich die Bilanz gestützt: Heimische Gäste buchten 2,1 Prozent mehr Übernachtungen (14,8 Mio.), mehr als je zuvor, während bei Ausländern die Übernachtungen um 1,1 Prozent auf 47,8 Mio. zurückgingen.

Trend für "Urlaub daheim" hält an
Trotz Krise geht der Trend zu hochwertigen Vier- und Fünfsternhotels weiter. Auch haben in diesem Winter die beiden großen Zielländer Tirol und Salzburg Rückgänge verzeichnet, während es in Wien und dem Burgenland Zuwächse gegeben habe, erläuterte Peter Laimer, Experte bei der Statistik Austria. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sieht durch die Zahlen seine Entscheidung bestätigt, für Tourismuswerbung im Inland extra Mittel frei zu machen. Der Trend zum "Urlaub daheim" sollte sich fortsetzen, bis zum Jahresende wolle ein Drittel der Österreicher im Inland Urlaub machen, erinnerte Mitterlehner am Mittwoch in einer Aussendung an Umfragen des Instituts für Tourismus- und Freizeitforschung und von IMAS. Angesichts immer kurzfristigerer Buchungen müsse Österreich "bis zuletzt um jeden einzelnen Gast kämpfen", so der Minister. (apa)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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