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Türkischen Kaffee versilbert

29.09.2009

Die Kölnmesse setzt auf das Kultgetränk Kaffee und möchte die neue Messe „coffeena“ als führende europäische Kaffeemesse etablieren. Beim ersten Branchentreff in Köln fanden auch die Kaffeeweltmeisterschaften in vier Disziplinen statt.Johanna Wechselberger und Reinhard Grebien erkämpften bei den Cezve/Ibrik Worldchampionships den zweiten Platz. Der Sieg ging an Griechenland. Von Irene Stelzmüller

Johanna Wechselberger und Reinhard Grebien wurden Vizeweltmeister in der Disziplin

Drei Tage drehte sich in Köln alles rund um das schwarze Kultgetränk. Anlässlich der coffeena – International Coffee Fair & SCAE Wonderful World of Coffee ließen sich rund 3.550 Besucher vom Angebot der 84 ausstellenden Unternehmen ebenso inspirieren wie von hochkarätigen Workshops und spannenden SCAE-Championships. Die Aussteller zeigten im Rahmen der Messe die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis hin zur Röstung, von der Vermahlung bis zum Kaffeegenuss. Maschinen und anderes Equipment, Porzellan und Backwaren, Flavours und Schokolade rundeten das Angebot ab. Die jährlichen Coffee World Championships der SCAE – Speciality Coffee Association of Europe - waren zum ersten Mal zu Gast in Deutschland.

Silberner Mokka
Johanna Wechselberger und Reinhard Grebien wurden Vizeweltmeister in der Disziplin „Türkischer Mokka-Griechischer Kaffee“ und erreichten damit das beste Ergebnis, das Österreich bei Kaffeeweltmeisterschaften je erzielen konnte. Dieser Bewerb ist der einzige, der eine Showdarbietung ausdrücklich begrüßt und bei der ein Zweierteam mit verteilten Rollen agiert. Reinhard Grebien, Show-Barista und Gastrosoph aus Wien, bereitete die Kaffeekreationen zu, während Johanna Wechselberger, Leiterin der Julius-Meinl-Kaffee-Akademie, die Kaffees der Jury servierte und nicht nur diese, sondern auch das Publikum mit viel Witz und Fachkenntnis unterhielt. Ihr Auftritt war angelehnt an die TV-Serie „Bezaubernde Jeannie“.
Als Reinhard Grebien an seiner „Wunderlampe“ rieb, die er zuvor weder als Cezve noch als Ibrik einordnen konnte, erschien in einem Feuerblitz „seine Jeannie“, die „ihrem Meister“ jeden Wunsch erfüllen will. Reinhard Grebien kochte drei verschiedene türkische Mokkaspezialitäten. Das sollte dann der „beste Kaffee der Welt“ sein bzw. derer gleich drei.

Der Erste war ein Burundi Orofino der Rösterei Heissenberger aus Graz ohne Zucker und Gewürze. Als Zweiter überzeugte eine Kreation aus Ceylon-Zimt, Maishaar und Bio-Rübenzucker mit einem Brasilien Bourbon des Spezialitätenrösters Günter Kropiunig aus Wien. Die Dritte, die Eigenkreation, bezauberte mit Süß- und Zedernholz, einem Hauch von Nelke und Muskat, gekrönt mit einer Safranmilchschaumhaube.
Johanna Wechselberger als „Bezaubernde Jeannie“ servierte diese der Jury mit gekonntem Hüftschwung. Flaschengeist hin oder her – den Sieg schnappten ihnen die Griechen weg, die mit den Göttern des Olymp im Bunde waren. Sie gewannen mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Duo aus Österreich.
Georg Branny belegte beim Coffee in Good-Spirits Wettbewerb den 9. Platz und wurde 11. bei der Latte Art-WM. Clemens Appel belegte hingegen nur den 27. Platz beim Cuptasting.

Der Belgier Peter Hernou gewann die World Latte Art Championship 2009; mit einer nahezu perfekten Performance überzeugte er auch im Wettkampf der Finalisten durch Präzision, Kreativität und Geschmack. Gewinnerin der World Coffee in Good Spirits Championship war die Estin Marta Piigli; und last but not least verwies die Russin Valentina Kazachkova beim World Cup Tasting Contest ihre Konkurrenten aus Belgien, Japan und den USA auf die Plätze.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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