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„Tutto rosso“: Sonne im Glas

13.10.2020

ÖGZ-Verkostung: Die letzten Pilze, die ersten Trüffel und Braten direkt aus dem Ofen – das alles schreit nach den fruchtigen Roten Italiens.

Vielleicht ist das Geheimnis des italienischen Rotweins ganz einfach. Glaubt man Winzer Lorenzo Zonin, reichen zwei Parameter: „Lichtstärke und Stärke der Elemente“. Er bezieht sich dabei auf die Maremma, die sich rasch vom Geheimtipp zu einer der aktuell besten Bezugsquellen entwickelt hat. Internationale Sorten und die metallischen Böden sorgen wie die Nähe zum Meer für intensive, aber nicht üppige Weine. 

Lesezeitpunkt

Da kann auch der Klimawandel nichts ausrichten. Falls der ideale Lesezeitpunkt erwischt wird. Für heuer bestätigt Ettore Rizzi von der Fattoria „Le Pupille“, dass die kühlen Nächte in der Maremma vielversprechendes Lesegut erlaubten. Aber: „Die Lese begann verfrüht mit einer intensiveren Selektion im Weinberg.“ Auch hier zeigt sich der Unterschied zwischen den internationalen Sorten und etwa dem Sangiovese: Cabernet war bei ÖGZ-Drucklegung bei San Leonardo (Trentino) ebenso wenig geerntet wir bei der Tenuta di Trinoro (Toskana). Für den Merlot gibt Marchese Anselmo Guerrieri Gonzaga eine gute Prognose: „Die Analysedaten zeigen eine optimale Säure, der Zuckergehalt ist nicht so hoch, und das wird zur Frische und Eleganz des Weines beitragen“, so der „San Leonardo“-Eigentümer. 

Während die Winzer noch auf die Herbstsonne warteten, verkostete die ÖGZ jene sonnengeküssten Roten, die bereits Trinkreife zeigen. Cin cin! 

ÖGZ.Sieger: Italien

Antinori Botrosecco: Beerensatt – nun auch vergoldet

Es war das Jahr 1999, als die Familie Antinori am Weingut Fattoria Le Mortelle begonnen hat, Wein zu produzieren. Auf 170 Hektar werden hauptsächlich Weine aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc vinifiziert, mit einem kleinen Anteil an weißen Sorten.

Herbe Früchte im Geruch („Schlehen-Ton“, so die Jury), dazu jugendliche Heidelbeeren und Brombeeren sowie etwas Mokka. Vollmundig und mit reifem Beeren-Charme, fast fleischig dicht! Mit Edelschokolade-Noten und einem Schlussakkord von Grünem Pfeffer.

Le Mortelle // Botrosecco Maremma Toscana DOC 2017 / 14 % / NK € 17,90 / www.morandell.com

 

Antinori Botrosecco: Beerensatt – nun auch vergoldet

 

 

Autor/in:
Roland Graf
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