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Umfrage der Woche

29.01.2015

Allergenverordnung: Wie sieht Ihre erste Bilanz aus?

Alexandra Gaggl, Cuchina, Wien
Didi Maier, DIDIlicious, Salzburg
Monika Hag, Stadtwirtshaus Hopferl, Gmünd

Alexandra Gaggl, Cuchina, Wien
„Ich hab keine Probleme mit der Umsetzbarkeit. Es ist zwar ein gewisser bürokratischer Mehraufwand, aber der hält sich in Grenzen. Mein vegetarisches Lokal ist klein, und ich mache alles selbst – vom Kochen bis zum Service. Meine Küche ist offen und der Kontakt zu meinen Gästen sehr eng und direkt. Meine Kunden sind im Durchschnitt gut informiert. Insgesamt ist die Kennzeichnungspflicht gut handhabbar."

Didi Maier, DIDIlicious, Salzburg

„Wir haben eine Speisekarte mit den vorgeschriebenen Allergenstickern gekennzeichnet, welche wir aber nur auf Anfrage ausgeben. Bis jetzt hat sich nicht viel geändert – meine Gäste vertrauen auch weiterhin darauf, dass ich mit meinem Namen für beste Zutaten bürge. Allerdings finde ich, dass es einen – nicht zuletzt finanziellen – Mehraufwand bedeutet und dass es unsere heimischen Betriebe dadurch nicht einfacher haben. Mir wäre es wichtiger, wenn die EU mehr Wert auf die Aufklärung in Bezug auf Herkunft der Produkte legt. Da wird im Bereich Etikettierung und Schlachtung etc. zu viel Schindluder betrieben."

Monika Hag, Stadtwirtshaus Hopferl, Gmünd
„Bei der Umsetzung haben wir uns an die Empfehlungen der Wirtschaftskammer gehalten. Wir haben täglich zehn neue Gerichte, die auf der Tageskarte entsprechend gekennzeichnet sind. Auch unser Personal wurde geschult. Wir kochen selbst und wissen, was in unser Essen reinkommt. Eine Rezeptdatenbank oder Ähnliches brauchen wir nicht. Wir füllen also jeden Tag das Informationsblatt neu aus, aber im Grunde ist es unnötig, weil
niemand danach fragt."

Andreas Fuith, Festwirte, Wien/NÖ/Burgenland
„Wir haben alle unsere Speisekarten und Tischaufsteller entsprechend ergänzt und unsere Mitarbeiter geschult, damit sie fundiert Auskunft geben können. Die Kosten waren überschaubar. Zeitlich hat die Umstellung rund zwei Wochen gedauert. Der Praxisnutzen ist meiner Ansicht nach allerdings nicht unbedingt gegeben. Unsere Gäste und Kunden fragen eigentlich nie nach und sind generell unbeeindruckt bzw. gleichgültig."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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