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v.li.oben: Josef Bitzinger, Augustinerkeller Wien; Christian Silmbroth, Gastro-Leiter Stiegl-Brauwelt; Hannah Neunteufel, Hannahs Plan, Wien; Wolfgang Pötzl, Schwechaterhof, Steyr

Umfrage der Woche: Wie gehen Sie mit schwierigen Gästen um?

06.06.2017

Wir haben uns umgehört: Augustinerkeller Wien, Stiegl-Brauwelt Salzburg, Hannahs Plan Wien, Schwechaterhof Steyr.

Josef Bitzinger, Augustinerkeller Wien
„Bei uns gilt die Regel: Alkoholisierte bekommen keinen Alkohohl. Zum Glück gab es bei uns schon seit Ewigkeiten keine Randale mehr. Als Gastronom muss man eine strikte Linie haben. Das gilt auch für meine Würstelstände: Bei der Albertina gibt es fast nie Probleme, im Prater ist schon eher ein gemischtes Publikum. Wichtig ist, dass am Würstelstand jemand arbeitet, der auch gut mit schwierigen Leuten umgehen kann. Man muss freundlich und bestimmt sein.“

Christian Silmbroth, Gastro-Leiter Stiegl-Brauwelt
„Wir sind wirklich in der glücklichen Lage, dass sich unsere Gäste rundherum wohlfühlen. Bei uns gibt es keine Probleme mit schwierigen Gästen. Wir kennen derlei Herausforderungen in unserem Haus gar nicht. Bei großen Veranstaltungen tummeln sich bei Schönwetter schon bis zu 8.000 Leute auf dem Brauereigelände. Da sorgen wir mit einem Wach- und Sicherheitsdienst vor, damit es erst gar nicht zu Problemen kommen kann.“

Hannah Neunteufel, Hannahs Plan, Wien
„Die meisten unserer Gäste sind höflich und liebenswürdig. Dennoch fehlt die Kinderstube immer öfter. Wir halten mit Höflichkeit und Manieren dagegen. Die ‚echten Patienten‘ handhabt unser Chef vom Dienst, der unangenehme Zeitgenossen im Zaum hält. Mit steigenden Promille teilen wir Ordner ein, die charmant, aber bestimmt mit der Bagage diskutieren und sie im Ernstfall hinausbitten. Gott sei Dank kommen wir durchaus mit Diskutieren aus.“

Wolfgang Pötzl, Schwechaterhof, Steyr
„Im Großen und Ganzen gibt es bei uns keine Probleme. Wenn ein Gast ausfallend wird, bitten wir ihn höflich zu zahlen und zu gehen. Wenn einer rabiat wird, dann ruf ich die Polizei. Als Wirt darf ich ja niemanden berühren. Betrunkenen schenken wir grundsätzlich keinen Alkohol aus, die erkennt man aber sofort, wenn sie reinkommen. Fußballspiele bergen ein gewisses Konfliktpotenzial. Da ist es dann gut zu wissen, dass die Polizei gleich ums Eck ist.“

Autor/in:
ute.fuith
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