Direkt zum Inhalt

Unattraktive Arbeitsbedingungen

18.01.2010

"Wer von den Arbeitskräften mehr Flexibilität und Mobilität verlangt, muss auch so fair sein und von der mangelnden Attraktivität der Arbeitsbedingungen reden", kritisiert Rudolf Kaske, vida-Vorsitzender und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher, die Äußerungen von Hans Schenner, WKO-Obmann der Bundessparte Tourismus vergangenen Freitag, zur "mangelnden Mobilität" der österreichischen ArbeitnehmerInnen.

Rudolf Kaske, vida-Vorsitzender und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher

Gerade der Dienstleistungsbereich wie etwa der Tourismus sei zweifellos nicht die erste Wahl für Jobsuchende. "Wenn dann noch eine Familie und Kinder da sind, wird ein Jobsuchender nicht so leicht seine Zelte abbrechen und mit Sack und Pack umziehen können. Das ist ja auch eine Kostenfrage, Jobsuchende mit Familie werden natürlich in erster Linie versuchen, regional einen Arbeitsplatz zu finden", meint Kaske.

Mobilität ist kein Allheilmittel

In diesem Zusammenhang von "fehlender Mobilität der ÖsterreicherInnen" zu sprechen, geht für Kaske zu weit: "Das ist ein Schlag ins Gesicht für hundert Tausende von PendlerInnen, die schon jetzt tagtäglich vor allem aus den Bundesländern nach Wien pendeln". Selbst diese Mobiliät sei jedoch keine Garantie für einen Arbeitsplatz, denn viele PendlerInnen haben ihren Job verloren. "Dass manche Branchen sich schwerer tun, qualifiziertes Personal zu finden, liege vielmehr an den unattraktiven Arbeitsbedingungen - schlechte Entlohnung, überlange und familienfeindliche Arbeitszeiten, mangelnde Aufstiegschancen", so Kaske abschließend.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Noch immer steckt die E-Mobilität in den Kinderschuhen – der Tourismus als Early User könnte ihr zum Durchbruch verhelfen.
Tourismus
24.05.2017

Nachhaltiges Reisen ist zwar in aller Munde. Aber in Österreich kommen immer noch rund drei Viertel aller Gäste mit dem eigenen PKW an. Das soll sich bald ändern.

 

Erich Berer und sein Amphibien-Bus: Ab Mitte September soll das Fahrzeug durch die Stadt rollen bzw. schwimmen.
Tourismus
01.09.2016

Halb Boot, halb Bus: Die Stadt Salzburg ist um eine Touristen-Attraktion reicher. 

Bitte lächeln: Chinesen buchen immer mehr Badeurlaube. Und sie entdecken Österreich.
Tourismus
27.08.2015

Umfragen: Kommen sie wirklich? Bis nach Österreich? Und wie lange bleiben sie?

Fachgruppen-Obmann Berndt Querfeld will mit dem Festlohnsystem die Wiener Kaffeehäuser als attraktiven Arbeitgeber positionieren
Gastronomie
18.04.2013

Wien. Nach intensiven Verhandlungsrunden haben sich die Sozialpartner auf einen zeitgemäßen Kollektivvertrag für die Wiener Kaffeehäuser und die Einführung eines Festlohnsystems einigen können. ...

Über neue Konzepte und Herausforderungen für die Mobilität der Zukunft diskutierten auf Einladung des Travel Industry Club Austria der GF der Sparte Transport & Verkehr der WKO Dr. Erik Wolf, BB-Vorstandsmitglied Birgit Wagner, Avis-Budget Chef Martin Gruber, AUA-Vorstand Dr. Karsten Benz und Management-Berater Dr. Björn Bohlmann von Horvath & Partners
Gastronomie
04.04.2013

Durch die demografische Entwicklung werden immer weniger  Leute mit dem Auto auf Urlaub fahren. Neue touristische Mobilitäts- konzepte, die die gesamte Reisekette umfassen, sind gefragt.

Werbung