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Unbeschwerter Urlaub mit Smiley & Co

06.06.2013

Familien sind eine wichtige Gästegruppe für den heimischen Tourismus. Betreuungsangebote sind daher das Gebot der Stunde. Vorreiter in Sachen kinderfreundlicher Urlaub sind die Kinderhotels Europa.

Eine Spezialisierung auf Kinder und Familien ist eine Prüfung wert, auch wenn die Ausrichtung auf eine bestimmte Zielgruppe immer mit einem Risiko verbunden ist

Text: Alice Rienesl

Familien zählen im Tourismusland Österreich zu den wichtigsten Gästegruppen. Laut der T-MONA-Umfrage 2011 machen Familien bereits 29 Prozent der Sommerurlauber aus. Eine wesentliche Rolle bei der Urlaubsentscheidung spielen daher Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche – auch wenn ganze Familienverbände, von den Großeltern bis zum Baby, auf Reisen gehen, was immer öfter vorkommt. Kinder wollen im Urlaub etwas erleben und wünschen sich andere Kinder zum Spielen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Wasserrutschen. Aber auch Stallbesuche, Bastel- und Spielmöglichkeiten sowie Erfahrungen in der Natur gehören dazu.

Ein Paradebeispiel für kinderfreundliche Ferien sind die Kinderhotels Europa – eine Vereinigung mit mittlerweile 49 Mitgliedsbetrieben in vier Ländern, wobei sich 41 Hotels in Österreich befinden. Oberste Priorität bei dieser Hotelkooperation haben Qualität und Sicherheit. Alle Mitgliedsbetriebe, egal ob in Österreich, Deutschland, Italien oder Kroatien, befinden sich daher in verkehrsberuhigten Gegenden oder mitten in der Natur. Und sie müssen genau definierte Voraussetzungen erfüllen. So werden die Ausstattung des Betriebes, die Verpflegung, die generellen Serviceleistungen, aber auch die Spielbereiche vor der Aufnahme mit dem eigenen Kriterienkatalog abgeglichen. Eingeteilt werden die Hotels in verschiedene Kategorien, bewertet mit drei bis fünf Smileys. Je mehr Smileys also ein Betrieb hat, desto vielseitiger ist das Angebot des Hauses.

Der Grundstein für die Kinderhotels wurde 1988 von rund 30 österreichischen Kinderhotels gelegt, die sich unter der Schirmherrschaft der Österreich Werbung zum Ziel gesetzt haben, Familienurlaube mit kompetenter Betreuung anzubieten. Die Initialzündung dafür gaben die beiden Kärntner Hoteliers Gerhard Stroitz und Siggi Neuschitzer, die davor schon miteinander die Angebotsgruppe Kinderland Kärnten gegründet hatten. Die Idee der Spezialisierung kam beiden unabhängig voneinander. Bei Gerhard Stroitz, Geschäftsführer der Kinderhotels Europa, waren es seine beiden Buben Wolfgang und Christian, die den Ausschlag für ein abwechslungsreicheres Kinderangebot gaben. Den beiden Jungs war „Urlaub am Bauernhof" schlichtweg zu langweilig, worauf Stroitz seine Frühstückspension am Faaker See Schritt für Schritt zum „Gina’s Kinderhotel" ausbaute. Bei Siggi Neuschitzer, verantwortlich für Presse und Marketing der Kinderhotels, ging es vor rund 30 Jahren darum, den elterlichen Kurbetrieb in Trebesing vor dem Konkurs zu retten. So entstand das „Europas 1. Baby- & Kinderhotel". Noch heute gehören die beiden Hotels zu den Leitbetrieben der Kinderhotels. Denn aufgrund der langjährigen Erfahrung wissen Stroitz und Neuschitzer genau, was sich Familien im Urlaub wünschen und wie das Geschäft läuft.

Über 80 Prozent Auslastung

Kein Wunder also, dass die Mitgliedsbetriebe eine durchschnittliche Auslastung von über 80 Prozent und eine hohe Average Room Rate haben. Basis dafür ist das richtige Angebot und professionelles Marketing. Mit einem Marketingbudget von 4,5 Mio. Euro und mittlerweile 80 Industriepartnern, vom Einrichtungshaus bis zum Babynahrungserzeuger, lässt sich auch einiges bewegen. Gespeist wird der Marketingtopf durch die Beiträge der Betriebe, die fünf Prozent ihres Jahresumsatzes, maximal aber 250.000 Euro, beisteuern. Das klingt im ersten Moment happig. Aber die Kinderhotels kommen gänzlich ohne Onlinebuchungsplattformen aus, was Geld spart, und können gemeinsam werblich viel stärker auftreten. Das Resultat ist eine hohe Werbepräsenz und ein extrem hoher Stammkundenanteil.

Bestes Beispiel dafür ist das Vier-Sterne-Superior-Hotel Alpenrose in Lermoos von Andrea und Ernst Mayer, das 300 Vollbelegstage hat und für die stärksten Ferienzeiten Wartelisten führt. Die ehemalige Frühstückspension ist nach etlichen Zu- und Ausbauten ein wahres Familien- und Kinderparadies. Das Haus, wo neben Smiley und Smiline auch Hausmaskottchen Fridolin Fuchs für die Unterhaltung der kleinen Gäste sorgt, verfügt über eine ganztägige Kinderbetreuung, über vielfältige Indoor- und Outdoor-Spielplätze, einen Spa- und Wellnessbereich und 97 Zimmer, wobei viele davon großzügige Familiensuiten sind. Klaus Ennemoser, WKÖ-Obmann des Fachverbandes der Hotellerie, ist davon überzeugt, dass die Nachfrage weit größer ist als das Angebot und der Markt daher groß genug ist für weitere Kinderhotels. Vor allem in den Städten gibt es kein einziges auf Kinder spezialisiertes Hotel. Gerhard Stroitz sieht hier noch viel Potenzial. Ein ganzes Haus für Familien, bedingt durch andere Gästeschichten im Städtetourismus, ist natürlich illusorisch. Aber eine familiengerechte Etage hält
Stroitz für machbar.

 
www.kinderhotels.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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