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Unterschätzte Herkunftsmärkte

20.09.2018

Mit mehr als zehn Millionen Gästen ist der CEE-Raum zu einem wichtigen Herkunftsmarkt geworden. Wie macht man diesen Besuchern ein Angebot?

Die Relevanz ergibt sich schon allein durch einen Blick auf die blanken Zahlen: 10,5 Millionen Ankünfte in Österreich kommen aus den CEE-Märkten (die Region Zentral- und Osteuropa). Also aus Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Ukraine. Die ehemaligen postsowjetischen Transformationsstaaten und einige ehemalige Kronländer schielen nach Österreich, wenn es um die Urlaubsplanung geht. Seit 2010 sind deren Ankünfte um 15 Prozent gestiegen. Was gefällt den Gästen? 

Freiheitssuche

Michael Strasser, bei der Österreich Werbung (ÖW) für den CEE-Raum zuständig, meint, dass die Reiselust der Bevölkerung stark mit der Transformation in kapitalistische Gesellschaften zusammenhängt. Der Rückstand zu Westeuropa sei beinahe aufgeholt: „Umso mehr sehnen sich die Menschen heute danach, wieder mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen und sinnstiftenden Aktivitäten nachzugehen.“ Die Kampagne der ÖW zielt in diesen Ländern darum auf das Thema „persönliche Freiheit“ – den in Zeiten des Kalten Krieges ureigenen Wert des Westens – ab. Doch worauf können sich heimische Touristiker einstellen, um diese Zielgruppen optimal zu bedienen? 

Was man aus den Marktzahlen sagen kann: Aus CEE kommt eine durchaus sehr kaufkräftige Besucherschicht. Österreich haben viele höher Gebildete mit gutem Einkommen im Fokus. Darum sind hochprofessioneller Service und eine sichere Umgebung wichtige Kriterien, wie sich etwa aus Gäste-Daten aus der Slowakei ableiten lässt. Aus Slowenien kommen bemerkenswert viele Urlauber auf der Suche nach Sport- bzw. Aktiverlebnissen. Für Slowenen und Kroaten sind vor allem Österreichs Winterlandschaften ein Motiv. Wobei aufgrund von Preissteigerungen und überfüllten Stränden an der Adria die österreichischen Seen auch an Attraktivität gewinnen. Was Strasser noch ableitet, ist die Tatsache, dass eine intakte Umwelt einer der wesentlichen Vorzüge Österreichs ist. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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