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Urlaubsland Kärnten wieder im Trend

12.03.2008

Das Qualitäts-Konzept, auf das immer mehr Kärntner Hoteliers setzen, brachte im Vorjahr ein Nächtigungsplus von 4 Prozent – und damit erwirtschaftete Kärnten eine enorme Steigerung der touristischen Wertschöpfung auf geschätzte 2,3 Mrd. Euro.

Kärnten ist für Urlauber in den letzten Jahren wieder attraktiv geworden

„Mit 4 Prozent mehr Nächtigungen legen wir den anderen Bundesländern ganz schön was vor – das soll man uns erst einmal nachmachen! Aber wir können nur hoffen, dass es auch weiterhin so steil bergauf geht! Potenzial haben wir genug“, freut sich der Landesvorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Anton Wrann.

Nächtigungsanstieg nachhaltig sichern
Um an die Erfolge von 1989 mit 15,2 Mio. Nächtigungen anzuknüpfen, müssen die Ärmel in Kärnten noch hochgekrempelt werden. Viele Kärntner Hoteliers haben ihr Angebot in den vergangenen Jahren ausgebaut und modernisiert. Das Zusammenspiel der Tourismusklassiker wie Seen und Skigebiete mit neuen Attraktionen im Eventbereich beleben den Wettbewerb und ziehen zufriedene Gäste an. „Mit Erfolg, wie man sieht, davon profitiert die ganze Wirtschaft. Aber Kärnten muss ohnehin mit Qualität punkten – beim Preis haben wir mit den Lohnnebenkosten einen Wettbewerbsnachteil, der sonst nicht auszugleichen ist“, führt Wrann nur einen Grund dafür an, warum diese Strategie zielführend ist.
Dieser Schwung aus dem Vorjahr müsse nun mitgenommen werden: „Kärnten hatte in den vergangenen Jahren massiv an Attraktivität gewonnen, im Sommer genauso wie im Winter. Eine Reihe hochkarätiger Events rückt die schönsten Seiten Kärntens regelmäßig in den medialen Fokus. Das muss genutzt werden, die Euro 2008 bietet die beste Gelegenheit dazu“, warnt Wrann vor Versäumnissen wie jenen rund um das Neujahrskonzert: „Das hätte nicht passieren dürfen – genau das Publikum wollen wir in Kärnten sehen!“ Die Berichterstattung rund um die Fußball-EM müsse genutzt werden, um versäumtes nachzuholen: „Wer sich als erstklassiger Gastgeber zeigen will, ist bei der EM genau richtig. Hier haben wir die Chance, bei den Fans, den UEFA-Partner wie auch bei der Bewirtung der Medienvertreter unsere Sonnenseite zu zeigen“, so Wrann
Kongresstourismus bietet Wachstumschancen
Zu begrüßen sei der zukunftsweisende Spatenstich zum Bau des Kongresshotels in der Ostbucht, bietet Klagenfurt doch mit der Universität und dem Lakeside-Park die besten Voraussetzungen für Kongressveranstalter. „Damit überlassen wir hier Innsbruck und Wien nicht mehr kampflos das Feld“, so Wrann. Durch die zentrale und landschaftlich einzigartige Lage in Österreich und die professionelle Arbeit des Conventionland Kärnten bieten sich Klagenfurt und Villach als Kongress-Städte im Zentrum Österreichs an. „Das ist ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Steigerung der Nächtigungszahlen, vor allem in den Nebensaisonen. Freilich müssten noch weitere Projekte folgen – schließlich wollen wir das Ruder ja langfristig herumreißen“, meint Wrann.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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