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Verbot für Seilbahnzusammenschluss

03.12.2018

Zwischen Kappl und St. Anton wird es keine Zusammenlegung der Skigebiete geben. Umweltgründe ausschlaggebend. 

Den geplanten Skigebietszusammenschluss zwischen Kappl und St. Anton in Tirol wird es nicht geben. Dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kam wie ein Knall mitten in die schwelgende Tiroler Diskussion über ein neues Tiroler Seilbahnprogramm. Der Ablehnungsgrund: naturschutzrechtliche Bedenken. In einer Stellungnahme bedauert die Arlberger Bergbahnen AG die  gefällte Entscheidung. Trotzdem sei sie, "wenn auch betrüblich", zur Kenntnis zu nehmen, wie man in einer Aussendung erklärt.

Reaktion aus Politik

Von Urteilsakzeptanz ist dagegen beim Seilbahnobmann und ÖVP-Nationalrat Franz Hörl. Er greift in einer Aussendung sogar die unabhängige Gutachterin an deren Einschätzung für das Gericht mitentscheidend war.  
Ungemach herrscht ob des Urteils laut „Tiroler Tageszeitung“ auch in der Landes-ÖVP. Wiewohl man keineswegs das Gericht kritisiert. Allerdings konterkariert das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ganz klar die von Landeshauptmann Günther Platter vorgegebene Linie zum Seilbahnprogramm, in der Zusammenschlüsse von Skigebieten gefördert und Neuerschließungen verhindert werden sollen.  Das Verbinden von Kappl mit St. Anton wurde sogar als begrüßenswertes Idealprojekt bezeichnet. 

Wie steht es überhaupt um das neue Seilbahnprogramm? Laut „Tiroler Tageszeitung“ scheint völlig offen, ob Tirol mit 1. Jänner 2019 ganz ohne dieses raumordnungspolitische Instrumentarium dastehen wird. Dann würden die aktuellen Regeln einfach weiter gelten.

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