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Vermarktung wichtig

08.08.2013

Der Fachverband Hotellerie spricht sich für eine stärkere Vermarktung aus und präsentiert seine Forderungen an die Politik.

Der Hintersteiner See im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser

Jeder dritte Österreicher urlaubt im eigenen Land, wobei die Steier-mark die beliebteste Destination für Inlandsurlaub ist. Klaus Ennemoser, Bundesobmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sieht darin eine hohe Anerkennung und Wertschätzung der Hotelbranche gegenüber – auch wenn es noch Luft nach oben gibt, denn in Frankreich liegt der Anteil der Inlandsreisen bei 50 Prozent. Von den insgesamt 131 Millionen Gästenächtigungen im Jahr 2012 gehen die meisten nach Tirol. Besonders ausländische Gäste verbringen den Winter gerne in Österreichs Bergen.

Harte Prüfung für Branche

„Die Angebote und Leistungen der Ferien- und Geschäftshotellerie in unserem Land sind international anerkannt und beliebt. In Österreich bekommt man erwiesenermaßen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten", so Ennemoser. Trotzdem steht die Branche aufgrund der Auslastungsproblematik und sinkender Erlöse vor großen Herausforderungen. Dazu tragen auch die immer kurzfristiger getätigten Buchungen und Stornierungen bei. Erklärtes Ziel des Dachverbandes ist es, die wirtschaftlichen Ergebnisse des Winters auch im Sommer zu erreichen. Für 2013 sei „der Großteil der Ernte bereits eingefahren", ist sich der Branchenobmann sicher: „Selbst wenn wir im Sommer verlieren sollten, haben wir immer noch ein Plus, weil der Winter so gut war."

Vermarktungsschwäche

Als große Schwäche sieht Ennemoser die Vermarktung, was besonders auf die heimischen Beherbergungsbetriebe zutrifft. „Unsere tollen Produkte werden viel zu wenig kommuniziert", kritisiert der Experte und fordert eine Erhöhung der Förderung für die Österreich Werbung (ÖW). Die Budgets seien rückläufig, aktuell stehen der ÖW 51,8 Millionen Euro zur Verfügung. Für Ennemoser wäre es durchaus denkbar, andere Stakeholder wie die AUA oder die ÖBB ins ÖW-Boot zu holen. Neben der Aufstockung des Werbebudgets hat der Fachverband noch weitere Forderungen an die Politik formuliert. Die Anliegen der Branche sind etwa die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, eine Anpassung und Attraktivierung der touristischen Lehrberufe, steuerliche Vergünstigungen bei Betriebsübergaben, die Senkung des Mehrwertsteuersatzes von derzeit zehn auf fünf Prozent sowie eine verkürzte Abschreibungsdauer auf bestimmte Investitionsgüter. Ebenso wird in dem Positionspapier ein Mehrfach-Dauervisa für Touristen gefordert. Details zu diesen Punkten sind unter www.hotelverband.at zu finden.


Urlaub vom Wetter abhängig

Wenn das Wetter nicht mitspielt, schauen die Touristiker durch die Finger. „Kurzurlaube sind zu 20 Prozent vom Wetter abhängig", weiß Ennemoser. Auch nicht beeinflussbare Faktoren wirken sich auf die Buchungslage aus. Die Hochwasserkatastrophe lässt trotz der befürchteten Stornierungswelle mittelfristig keine nennenswerten Auswirkungen erwarten. Der Statistik Austria zufolge konnte nach dem Hochwasser 2002 von den damals betroffenen Herkunftsländern Deutschland, Italien und Polen sogar ein Nächtigungsplus verzeichnet werden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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