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Viele Lehrabbrüche in Handel und Gastronomie

27.02.2018

In diesen beiden Branchen brechen die meisten jungen Leute vorzeitig ihre Lehre ab. In der Gastronomie aber häufig, um vorzeitig in den Beruf einzusteigen!

Aktuell haben in diesem Ausbildungsjahr 526 Salzburger Lehrlinge ihre Ausbildung abgebrochen, meldet der ORF Salzburg. Das ist eine Quote von mehr als 16 Prozent. Fast jeder zweite Lehrabbrecher verlässt seinen Ausbildungsplatz innerhalb der ersten drei Monate, also noch während der Probezeit. Was auf den ersten Blick erschreckend hoch aussieht, lasse sich aber durchaus schlüssig erklären. Denn fast alle wechseln dann entweder in einen anderen Lehrberuf oder gehen weiter in die Schule, erklärte Rudolf Eidenhammer, Leiter der Lehrstellenabteilung in der Salzburger Wirtschaftskammer.

Früheinsteiger in der Gastronomie

Vor allem in der Gastronomie gebe es zahlreiche Lehrlinge, die im Einvernehmen mit dem Lehrherren kurz vor Ende der Ausbildung das Lehrverhältnis auflösen. Sie machen vorzeitig die Lehrabschlussprüfung und beginnen sofort als normale Angestellte zu arbeiten. Im Gastgewerbe komme das häufig vor, weil viele rechtzeitig vor der nächsten Saison voll in das Berufsleben einsteigen wollen, so Eidenhammer.

Das erkläre auch zu einem Teil, warum im Gastgewerbe der Anteil der Lehrabbrecher überdurchschnittlich hoch ist. Abbruch ist also nicht Abbruch, der eine wechsle den Lehrplatz, der andere gehe in die Schule zurück. Und der Dritte steigt vorzeitig in den Beruf ein! Der Lehrlingsbeauftrage der Wirtschaftskammer schätzt, dass nur jeder zehnte Abbrecher tatsächlich aus dem Ausbildungssystem fällt - ähnlich wie bei Schulabbrechern.

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