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Vier-Punkte-Programm

21.04.2011

Die WienWein-Winzer sorgen sich um den Weinbau – und fordern „Denkmalschutz"Mit zehn bis fünfzehn Euro pro Quadratmeter sind Weingartenflächen in Wien, bekanntlich der einzigen Weltstadt mit Weinbau auf Weltniveau.

Sechs Wiener Winzer auf einer Linie: Rainer Christ, Gerhard Lobner (Mayer), Fritz Wieninger, Thomas Podsednik, Alex Skoff (Zahel) und Michael Edlmoser

Bereits acht bis zehn mal so teuer wie im angrenzenden Weinviertel oder der Thermenregion. Besonders schwierig ist die Situation, wenn Weingärten in der unmittelbaren Nachbarschaft von bebauten Grundstücken liegen. „Die Möglichkeit, den eigenen Garten zu erweitern, ist den Bewohnern der Villenlagen viel Geld wert", so die sechs Winzer. „Da können wir nicht mithalten." Baugrundstücke erreichen etwa im 19. Bezirk bis zu 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Die Forderungen im Einzelnen: 1. Jeder Wiener Weingarten muss das auch bleiben. 2. Bei Rodungen müssen innerhalb von drei Jahren wieder Rebflächen ausgepflanzt werden. 3. Alle Flächen, die als Weinberge eingetragen sind, auch verwildert oder aufgelassen, sollen verpflichtend mit Reben bepflanzt werden (rund 100 Hektar mehr als derzeit). 4. Eine massive „Liebhaberei-Abgabe" für Verkäufer und Käufer, wenn Grundstücks- und Pachtpreise wirtschaftlich für den Weinbau unverträglich sind. Darüber soll eine Kommission bestimmen, ähnlich wie im Forstrecht oder bei der Planwertabgabe in München. Klar ist allerdings, dass solche Forderungen nur durch gesetzliche Maßnahmen umgesetzt werden können. Mit dem Bürgermeister habe man darüber schon gesprochen, so Thomas Podsednik, Leiter des Weinguts der Stadt Wien.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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