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Eckard Speckbacher

Virtual Reality muss warten

13.09.2016

Eckard Speckbacher, Leiter Digitale Medien/Content der Tirol Werbung, gibt Einblick in Arbeitsabläufe, Strategien und nächste Schritte.

Die Frage nach der digitalen Zukunft der Tirol Werbung entlockt Eckard Speckbacher ein Lachen. „Wir sind ja schon mittendrin.“ So gesehen gibt es auch keine „Baustellen“ für den Leiter der Abteilung Digitale Medien/Content der Tirol Werbung in Innsbruck, sondern nur nächste Schritte. 
„Für uns ist es wichtig, abgestimmt z sanduhr u arbeiten und täglich zu überprüfen, ob uns das gut gelingt, was wir machen.“ Kommunikationsgewohnheiten der Gäste ändern sich zum Teil im Monatstakt. Das sei, neben anderen Fragen, eine der größten Herausforderungen. „Wo sind unsere Gäste? Wie informieren sie sich? Welche emotionale Ansprache wollen sie?“ Fragen wie diese müsse man sich ständig stellen. Hier Schritt zu halten und auf die sich stark ändernden Bedürfnisse zeitgerecht einzugehen, das seien wesentliche Faktoren für den Erfolg in Sachen touristischer Kommunikation.

„Live“ ist ein großes Thema

Wie sieht es nun mit aktuellen Projekten aus? Bereits letztes Jahr ist die Tirol Werbung das Thema „Live-Übertragungen“ angegangen. Damals war Periscope (mobile Applikation für Videodirektübertragung in Echtzeit, Anm.) noch Vorreiter, heute könne man das schon gut über Facebook abwickeln, so Speckbacher. „Wir testen laufend, was unsere potenziellen Kunden interessieren könnte. Dabei lernen wir ständig.“ Gerade am Anfang neuer technischer Entwicklungen würden Fehler eher verziehen als zu einem Zeitpunkt, wo die gesamte Branche schon ein Perfektionsniveau erreicht habe. Auch beim Thema „Blogs“ müsse man sich ständig anpassen. Die Blogger der Tirol Werbung sind zu 70–80 % Kollegen aus dem eigenen Team. Bei einigen Fachgebieten, wie z. B. Architektur, werden Gastblogger eingeladen.  „Heute haben wir über Blogs eine ordentliche Reichweite. Es steckt aber ein großer Zeitaufwand dahinter, dafür steigt auch die Verweildauer der Leser.“ Derzeit werden vier bis sechs Artikel pro Woche veröffentlicht. 

Bei manchen Themen, wie etwa Virtual Reality, will man bei der Tirol Werbung aber bewusst nicht als Erster am Markt sein. Aus gutem Grund: Die Technologie sei noch nicht ausgereift: „Wir glauben daran, aber das Thema braucht noch bis zur Reife.“ Für den Tourismus sei VR zwar prädestiniert, aber: „Wir wollen Emotion vermitteln. Aber nur die Emotion – ohne Nutzwert – ist zu wenig.“  So sind auch technische Trends nur die eine Seite. Viel wichtiger sei das Erkennen von gesellschaftlichen Veränderungen, von Bedürfnissen. Und die Antwort darauf, welche Werte, die Tirol verkörpert, am besten zu aktuellen Trends passen.

Autor/in:
Alexander Grübling
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